Precious Boy ist der Beste: Wieder ein Super-K?ln-Sieg

An der Startstelle musste das Team noch zittern, als sich der Hengst lange bitten ließ, seinen Startplatz zu beziehen. Doch nach 1:37,13 Minuten im klassischen Mehl-Mülhens-Rennen (Gruppe II, 165.000 Euro, 1600 m) durften Park Wiedingen-Boss Helmut von Finck, Trainer Waldemar Hickst und Jockey Adrie de Vries jubeln: Precious Boy (Foto) gewann den ersten Hengste-Klassiker in bärenstarker Manier.

Als 28:10-Co-Favorit war der Big Shuffle-Sohn in diese Prestige-Prüfung am Montag in Köln gegangen. Noch mehr Vertrauen besaß bei einem Kurs von 19:10 Liang Kay, sein Bezwinger aus Krefeld. Doch dieser musste sich diesmal mit dem dritten Rang begnügen, denn nach dem Sieg im Preis des Winterfavoriten schnappte sich Precious Boy auch die zweite Top-Prüfung in Köln und führt nun in diesem Duell mit 2:1.

Es war ein ungemein spannendes Rennen. Der Engländer Solent Ridge machte die Pace vor Abbashiva, Sehrezad und Precious Boy, dahinter Liang Kay innen vor König Concorde und Balios am Schluss.

Noch Mitte der Geraden hatten sechs Kandidaten Chancen. Innen attackierte Sehrezad, kam aber bald nicht weiter, daneben canterte Liang Kay auf, zog aber nicht ganz durch. Weiter außen trumpften Abbashiva und vor allem König Concorde, der am Toto sträflich unterschätzt worden war, sowie Precious Boy auf.

Adrie de Vries entlockte ihm gewaltige Reserven, die für einen mehr als sicheren Sieg ausreichten. ‚Beim letzten Mal hatten wir in Krefeld Pech. Aber auf der Meile ist Precious Boy der Beste‘, freute sich Helmut von Finck.

Und Trainer Waldemar Hickst erklärte: ‚Ich habe bereits als Jährling gedacht, dass er ein gutes Pferd wird. Am Start habe ich etwas geschwitzt. Außerdem dachte ich, dass es schwer sei, Liang Kay zu schlagen. Aber der Hengst hat alles toll gemacht. Eine Nennung besitzt er für das Bavarian Classic über 2000 Meter, doch ob wir diese wahrnehmen, ist noch offen.‘

Anderthalb Längen hinter dem großartigen Precious Boy eroberte König Concorde mit viel Speed den Ehrenplatz. ‚Wir hatten viel Mumm, der Frankreich-Start war nur ein Aufgalopp. Eine Möglichkeit ist nun die Hamburger Meile‘, sagte Christian Sprengel.

Liang Kay konnte auch als Dritter gefallen. ‚Er ist sehr gut gelaufen, aber das Rennen war zu langsam und der Boden zu trocken‘, meinte Uwe Ostmann.

Überraschend viel Boden gut machte noch Balios als Vierter. ‚Er hat sich gesteigert gegenüber Krefeld. Guter Boden ist wichtig für ihn‘, verriet Andreas Wöhler. Abbashiva und Sehrezad kamen zuletzt nicht weiter, der Engländer Solent Ridge baute stark ab.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
Mi., 01.07.Hamburg
Do., 02.07.Hamburg
Sa., 04.07.Hamburg
So., 05.07.Hamburg
Fr., 10.07.Saarbrücken
Sa., 11.07.Köln
Galopprennen in Frankreich
So., 28.06.Saint-Cloud, Vittel
Mo., 29.06.Dax, Clairefontaine
Di., 30.06.Aix les Bains, Cholet
Mi., 01.07.Nantes, La Teste
Do., 02.07.Longchamp, Senonnes
Fr., 03.07.Clairefontaine, Tarbs