Die Erinnerungen sind noch frisch. Am Wochenende, wenn die englischen Klassiker anstehen, werden sie wieder wach: Unter Frankie Dettori und in den Godolphin-Farben setzte sich die von Roswitha Grünewald gezogene Zinaad-Tochter Kazzia (Foto) 2002 in den 1000 Guineas von Newmarket erfolgreich in Szene. Es war der erste in Deutschland gezogene Vollblüter, der in einem Klassiker zum Zuge gekommen war.
Einen Halsvorteil behauptete Kazzia auf der Linie gegen Snowfire und Alasha, war als 150:10-Außenseiterin zum Zuge gekommen.
Es war der erste Auftritt von Kazzia, die später auch in den Epsom Oaks erfolgreich war und somit ein Doppel für die Ewigkeit manifestierte.
Eigentlich mehr durch Zufall war Kazzia, die zweijährig bei Andreas Wöhler in Training war, in den Godophin-Besitz gelangt. Im Herbst 2000 weilte Sheikh Mohammed und verfolgt in Mailand den Start seines Schützlinges Slickly im Premio Vittorio di Capua.
Slickly gewann und ebenso im Rahmenprogramm die aus Deutschland entsandte Kazzia. Die Zinaad-Tochter trumpfte im Premio Dormello auf Gruppe-III-Ebene mit einem ganz lockeren Sieg auf. Dies hatte Sheikh Mohammed genauestens verfolgt und seinem Agenten den Auftrag gegeben, den Kauf einzufädeln.
Dieser ging dann auch im Winter über die Bühne, Saeed bin Suroor wurde ihr neuer Betreuer. Zum Abschluss ihrer famosen Rennkarriere ging Kazzia noch einmal auf große Tour. Und war auch jenseits des Atlantiks erfolgreich, als sie die Flower Bowl Invitational Stakes im Belmont Park von New York gewann.










