Vor einem Monat eroberte Mike de Kock Dubai. Mit einem großartigen Doppelschlag sorgte der Südafrika-Starcoach am World Cup-Tag einmal mehr für Furore. Am Sonntag war er auch der gefeierte Sieger auf dem Sha Tin-Kurs in Hong Kong. Mit dem 148:10-Außenseiter Archipenko (Foto) unter Kevin Shea gewann der Trainer den Audemars Piguet Queen Elizabeth Cup.
Bei der Rückkehr auf die 2000 Meter-Strecke gab es für unseren Hoffnungsträger Quijano nichts zu gewinnen. Als 180:10-Chance belegte der Fährhof-Wallach aus dem Stall von Peter Schiergen Rang fünf, lief einmal mehr ordentlich, aber der letzte Kick zu einem Triumph in solch einer Prüfung fehlte.
Doch der Reihe nach: Andrasch Starke ging mit Quijano an sechster Stelle an der Innenseite, als zunächst Viva Macau und anschließend Sir Slick das Kommando in diesem mit 14 Millionen HK-Dollar (rund 1,4 Millionen Euro) dotierten Zwei-Kilometer-Event übernahm.
Bald schon bestimmte der Neuseeländer mit mehr als zwei Längen die Fahrt vor Viva Macau und dem Japaner Matsurida Gogh. Archipenko war an fünfter Stelle hinter Packing Winner auszumachen, hinter Quijano marschierte der Hong Kong-Derbysieger und Co-Favorit Helene Mascot. Viva Pataca, Vorjahreszweiter und Favorit, wartete aus einer ungünstigen Außenbox zunächst an vorletzter Stelle ab.
Im Einlauf ergriff bald schon Matsurida Gogh die Initiative. Der Japaner besaß kurz alle Chancen, ehe er nachgab und nur Sechster wurde. Dann wurde man plötzlich auf den heranstürmenden Viva Pataca aufmerksam. Quijano wurde weiter nach außen beordert, zog dort auch an. Doch dann trumpfte in der Distanz plötzlich Archipenko auf.
Der Dritte aus dem Dubai Duty Free packte so gewaltig an, dass er alles sogar noch leicht mit eindreiviertel Längen geregelt bekam. Sensationell stürmte der über 800:10 am Toto stehende Franzose Balius (Olivier Doleuze/Carlos Laffon-Parias), ein gruppeplatzierter Listensieger, von ganz weit hinten noch auf den Ehrenplatz vor dem nicht ganz durchziehenden Viva Pataca.
Hinter Packing Winner wurde Quijano Fünfter, schrammte einmal mehr knapp an einer besseren Platzierung vorbei. Dreidreiviertel Längen trennten ihm vom Sieger Archipenko. Überhaupt nichts zu sehen war von Helene Mascot (Achter), der krass enttäuschte. Die Siebtplatzierte Musical Way hatte wenig Platz zur Entfaltung.
Beim zwölften Start seiner Karriere landete Archipenko, ein vierjähriger Kingmambo-Sohn seinen vierten Treffer. Es war sein erster Coup auf höchstem Parkett.
Fährhofs Racing Manager Simon Stokes meinte in einem ersten Statement gegenüber GaloppOnline.de: ‚Der Rennverlauf war in Ordnung. Quijano konnte die Tempoverschärfung in der Geraden zunächst nicht ganz mitgehen, war jedoch ungestört. Zum Schluss kämpfte er wieder gut um die Platzgelder, aber es ist schon hart gegen die Spezialisten für 2000 Meter.‘










