Der Hamburger Renn-Club hat sich der strukturellen Neuorganisation des deutschen Galopprennsports nunmehr angeschlossen und jetzt eine entsprechende Vereinbarung mit dem Dachverband unterzeichnet. Dagegen wurde unter anderem von Baden-Baden unverändert keine Unterschrift geleistet. Wir zitieren im Folgenden eine Presseinformation des Direktoriums:
‚Verhandlungen in den letzten Tagen hatten zu der Einigung geführt. Der Verband (Direktorium für Vollblutzucht und Rennen, Köln) begrüßt die Entscheidung des traditionsreichen Hamburger Veranstalters und sieht sich in seiner Marschrichtung bestätigt.
Außer Baden-Baden, Dortmund und München haben damit alle großen der 42 deutschen Galopprennveranstalter die Unterschrift unter die vorausgesetzte Vertragskonstruktion geleistet. Im Fall des Dortmunder Rennvereins fehlt noch die Zustimmung der Mitgliederversammlung am 23. April. Der Münchener Rennverein hat seine Verhandlungsführung an Baden-Baden übertragen. Eine Entscheidung soll nun die Mitgliederversammlung des Münchener Rennvereins am 30. April bringen.
Der Verband betont im Einvernehmen mit dem Investor, der die Finanzierung der lange beschlossenen neuen Organisationsstruktur ermöglicht, dass deren Umsetzung notfalls ohne die Rennveranstalter in Iffezheim (Internationaler Club Baden-Baden), Dortmund und München erfolgen wird.
Jochen Borchert, Vorsitzender des Verbandes: „Es ist uns gelungen, einen geeigneten und engagierten Investor zu finden, der die Umsetzung der neuen Struktur und der an diese anknüpfenden Pläne finanziell darstellen kann und will. Nachdem sämtliche Verträge ausgearbeitet und abschlussreif sind, ist es nach monatelangen unnötigen Verzögerungen nicht vertretbar, noch weitere Zeit verstreichen zu lassen.“
Bereits dreimal, im August, September und Dezember 2007, war nach langwierigen Verhandlungen und Kompromissen eine Einigung mit dem Internationalen Club Baden-Baden als gegeben angesehen und nach außen verkündet worden. Immer wieder ergaben sich nachträglich Einwände gegen die Zusammenarbeit in der angebotenen Form.
„Der Verhandlungsführer von Baden-Baden insistiert bisher auf Positionen, die keinerlei sachliches und rechtliches Fundament haben“, so Borchert. „Wir sind immer wieder auf den Internationalen Club zugegangen. Weiterer Spielraum besteht eindeutig nicht mehr.“ Am 16. April wird das Thema aber Tagesordnungspunkt einer Vorstandssitzung des Internationalen Clubs in Baden-Baden sein.
Hauptelemente des Strukturkonzepts sind eine Bündelung der Kompetenzen, Rechte und Lizenzen in einer Hand und die zentrale Vergabe, Planung, Durchführung und Vermarktung der Galoppveranstaltungen. Dazu gehören kurze, schnelle Entscheidungswege, hoher Professionalisierungsgrad und noch verstärkte betriebswirtschaftliche Ausrichtung.
Umgesetzt wird dies u. a. durch eine Aufteilung der Zentrale in den traditionellen Verband mit den klassischen Aufgaben wie Gestütbuchführung, Verbandsgerichtsbarkeit, Lizenzen usw. sowie eine Holding-GmbH mit mehreren Tochtergesellschaften. Dort sind die einzelnen Bereiche des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes angesiedelt.‘










