Es war, genau wie vor zwölf Monaten, ein ganz bitterer Abend für Sheikh Mohammed Al Maktoum und das Godolphin-Team. Elf Pferde in den königsblauen Farben kamen in den sechs Rennen der Veranstaltung um den Dubai World Cup an den Start, aber lediglich ein zweiter und ein dritter Platz sprangen für die Rösser des Dubai-Herrschers heraus.
Damit ging man wie im letzten Jahr komplett leer aus. Dagegen triumphierten die Südafrika-Trainer Mike de Kock und Herman Brown auf der ganzen Linie. Auch im mit 5 Millionen Dollar dotierten Dubai Duty Free (Gruppe I, 1777 m, Gras) ging der Sieg an sie, als der Riesenaußenseiter (510:10) Jay Peg unter Anton Marcus aus dem Stall von Herman Brown nach einem Rennen von der Spitze aus in der Zielgeraden schon geschlagen schien, aber mit dem zweiten Wind noch einmal wiederkam.
Trotz rutschendem Sattel konnte er die Aga Khan-Stute Darjina (Christophe Soumillon) noch mit einer halben Länge in Schach halten, lief mit einer Zeit von 1:46,2 sogar einen neuen Bahnrekord. Schnellstes Pferd war zum Schluss der De Kock-Schützling Archipenko, doch reichte das nur zu Rang drei. Jay Peg soll nun in den QE Cup nach Hong Kong gehen.
Enttäuschend die Vorstellungen von Creachadoir und Literato. Die beiden Godolphin-Pferde wurden nur Achter, bzw. Zwölfter. Für Herman Brown war der Triumph der Höhepunkt seiner Karriere. Im Vorjahr war er mit Linngari (wurde diesmal 14.) in diesem Rennen Zweiter geworden.
Im UAE Derby (1800 m, Gruppe II, 2.000.000 US-Dollar) auf der Sandbahn gab es einen absoluten Favoriteneinlauf, als der von Südafrika-Trainer Mike de Kock vorbereitete Honour Devil (Foto, Johnny Murtagh, 28:10) seinem Trainingsgefährten Royal Vintage nicht den Hauch einer Chance ließ. Zwar tat sich Honour Devil bei dem unheimlich schnellen Tempo zunächst schwer, doch als er in der Zielgeraden ins Rollen kam, war gegen ihn kein Kraut gewachsen.
Viereinviertel Längen Vorteil hatte er im Ziel vor Royal Vintage, hinter dem es wieder dreidreiviertel Längen bis zur Godolphin-Hoffnung Cocoa Beach waren, die sich soeben das dritte Geld sicherte.
Es bleibt also dabei: Der Sieger in diesem Rennen kommt entweder aus dem Stall von Saeed Bin Suroor (gewann diese Prüfung fünfmal) oder Mike de Kock, der zum vierten Mal den Sieger im UAE Derby stellte.
‚Das Fernziel ist für Honour Devil ist das Breeders‘ Cup Classic‘, diktierte der Siegtrainer den Journalisten nach dem Rennen in den Notizblock. Royal Vintage gilt als Kandidat für den Dubai World Cup 2009.
Zwei Erfolge gab es für US-Trainer Richard Dutrow jr. (gewann außerdem mit dem Favoriten Big Brown am selben Tag auch noch das Florida Derby in den USA, im Sattel saß Kent Desormeaux) und seinen Jockey Edgar Prado, die sich auch das Sprint-Highlight, das Golden Shaheen (1200 m, Gruppe I, 2.000.000 US-Dollar) auf der Sandbahn sicherten.
Mit einer enormen Speedleistung stellte dabei der Favorit Benny the Bull (27:10) den schon wie der Sieger aussehenden Idiot Proof, hinter dem Star Crowned das beste nicht in Amerika trainierte Pferd war. Eineinviertel Länge betrug im Ziel sogar noch der Abstand zwischen den beiden Erstplatzierten. Der Sieger soll auf den Breeders´ Cup Sprint vorbereitet werden.
Enttäuschend war die Vorstellung der Godolphin-Hoffnung Diabolical, der nie besser im Rennen war und schließlich erst als Siebter über die Linie kam. Damit wartet Godolphin weiter auf den ersten Erfolg in diesem Rennen.
Auch im ‚kleinsten‘ Rennen des Tages, der Godolphin Mile (1600 m, Gruppe II, 1.000.000 US-Dollar) auf Dirt war das Team Dutrow jr./Prado nicht zu schlagen, als der Schimmel Diamond Stripes (40:10) gegen den starken Schlussangriff des Favoriten Elusive Warning (Kerrin McEvoy) immer wieder kontern konnte und im Ziel mit eineinviertel Längen im Vorteil war.
Auf dem dritten Platz landete der Riesenaußenseiter Don Renato, während Godolphins zweite Waffe Blackat Blackitten nach einem schwachen Start nie im Rennen war und lediglich als Sechster im 14er-Feld über die Linie kam. Die Godolphin Mile war bereits im letzten Jahr nach Amerika gegangen. Der Sieger gilt nun als Kandidat für die Breeders´ Cup Dirt Mile.











