Es war zwar das sportlich unbedeutendste Rennen am Sonntag in Neuss, doch hinterher sprach jeder über den 2300 Meter-Ausgleich IV. Der Grund: Mit 623 707:10 gab es in der Viererwette eine der höchsten Quoten in der deutschen Rennsport-Geschichte. Der glückliche Gewinner dieser Mega-Quote war dabei ein Internet-Kunde der Telewette.
Ein paar Klicks machten diesen Wetter, der schon lange über die Telewette seine Wetten platziert, um über 31.000 Euro reicher. Dabei hatte er nicht einmal viel eingesetzt, sondern war mit einem Wetteinsatz von lediglich 45 Euro erfolgreich. Dabei war es schon reichlich verwegen, wie er in dem fast unlösbaren Handicaprätsel seine Wette schrieb. Den Sieger Twist Hennes (165:10) setzte er als Bank fest auf den ersten Platz. Den Mitfavoriten Pawnbroker (61:10) stellte er als zweites Bankpferd fest auf Platz vier. Zu diesen beiden Stellpferden kombinierte er das gesamte Feld.
Das war wohl auch bitter nötig, denn sonst hätte er wohl den Riesenaußenseiter Mr. Prado (521:10) nie und nimmer auf den Schein bekommen. Das Pferd, dass den meisten Wettern zum Verhängnis wurde, verhalf dem erfolgreichen Telewettenkunden zu seinem Mega-Gewinn.
Es war jedoch nicht die absolute Rekordquote in der Viererwette, denn 2006 und 2007 gab es zwei noch dickere Treffer. Die hohen Quoten entstehen natürlich immer dann, wenn ein Jackpot lockt. Bei der Derby-Woche 2006 zahlte die Viererwette Schwanenfeder – Al Cantara – El Shad – Tussi de Luxe am Toto 718.934:10. Getroffen wurde sie damals von zwei Wettern. Noch mehr Glück hatte jedoch ein Ehepaar aus Celle im letzten Jahr, als es sich in Hannover über eine Auszahlung von 48.125,50 Euro freuen durfte.
Andererseits hatten sie sich dieses Geld auch hart erarbeitet, denn um die Wette Cariera – A ce soir – Idol – Esturia (Quote 962.517:10 zu treffen, hatten sie 140 Wettscheine ausgefüllt. Rekordgewinner bei einer Pferdewette in Deutschland ist aber immer noch ein Versicherungskaufmann aus dem Raum Hannover: Er ergatterte bei einer RennQuintett-Veranstaltung am 4. Juli 1981 rund 3 Millionen D-Mark, also rund 1,5 Millionen Euro.
Im Vergleich zum Nachbarland Frankreich sind diese Wettgewinne jedoch nur „Peanuts“. Dort verdiente ein Wetter im letzten Jahr knapp sieben Millionen Euro, als er die „Quinte +“ eine Fünferwette, die übrigens in den German Tote-Wettannahmestellen auch von Deutschland aus gespielt werden kann, getroffen hatte.












