Deutschland jubelt: Nur Dino vor Quijano und Bussoni

Zwei unserer Pferde innerhalb der Toto-Ränge, alle drei im Geld – das war das mehr als beachtliche Ergebnis der Hong Kong Vase. Der Fährhofer Quijano (Foto rechts) als Zweiter und Stall Kaiserbergs Bussoni als Dritter glänzten in der Cathay Pacific Hong Kong Vase (14 Mio. HK-Dollar, 2400 m), und auch Egerton verkaufte sich als Sechster respektabel.

Doch leider reichte es nicht zum vollen Erfolg in diesem ausgezeichnet besetzten Highlight aus deutscher Sicht. Dafür war nicht etwa der heiße Favorit Dylan Thomas verantwortlich, sondern der in Frankreich von Richard Gibson vorbereitete Doctor Dino, der in den Tagen vor dem Rennen so etwas wie der Geheimfavorit der Prüfung war (88:10 war seine Quote).

Bussoni (Christophe Soumillon) sah man in einem zunächst sehr langsam gelaufenen Rennen am weitesten vorne vom deutschen Trio. Hinter Macleya, die im Verlauf der Gegenseite von außen nach vorne geschrammt war, und Viva Macau galoppierte der Schützling von Hans-Albert Blume an dritter Position.

Egerton (Torsten Mundry) erkannte man wie Doctor Dino im Mittelfeld, während Quijano nach einem Dräng bald schon an drittletzter Stelle auszumachen war, damit eine wenig günstige Position hatte. Dylan Thomas war gar nur Vorletzter.

Bussoni verbesserte sich Ende Gegenüber auf Rang zwei, um im Einlauf bald auf einen Rush das Kommando zu übernehmen. Der Türkei-Triumphator verschaffte sich schnell zwei Längen Vorsprung und sah kurz wie der Sensationssieger aus.

Auch Egerton wirkte noch frisch, machte sich stärker bemerkbar, ehe ihm zuletzt wieder die 2400 Meter etwas zu weit wurden. Quijano dagegen musste weit außen enorm viel aufholen, hatte mehrfach keinen richtigen Platz.

Doch auch Doctor Dino hatte in der Distanz den nötigen Schwung gefunden. Olivier Peslier machte den Mutathir-Sohn mächtig flott und brachte ihn auf den letzten hundert Metern noch sehr sicher nach vorne zum bedeutendsten Karriereerfolg.

Anderthalb Längen hinter dem Sieger flog Quijano (zahlte 32:10 auf Platz), der alles in allem sehr unglücklich war und bei einer besseren Ausgangsposition möglicherweise gewonnen hätte, auf Rang zwei vor dem großartigen Bussoni, der dichtauf als Dritter endete und vor Arch Rebel, Kocab und dem tapferen Egerton blieb, der wie im Vorjahr als Sechster nur dreidreiviertel Längen Rückstand zum Sieger hatte.

Völlig enttäuschend endete Dylan Thomas (Johnny Murtagh) auf dem siebten Platz. Lesen Sie auch unseren Extra-Text mit den Stimmen zum Rennen.

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