Für die deutschen Stuten gab es am Sonntag herbe Niederlagen. Zunächst schnappte die Französin La Hernanda unseren Ladies in Hannover den Sieg in einem Listenrennen weg. Dann triumphierte mit Vincennes ein weiterer Gast aus dem Nachbarland in Köln.
Was beide gemeinsam haben? – den Trainer, denn Henri-Alex Pantall hatte die beiden Trips zu uns generalstabsmäßig vorbereitet.
Nach ihrem jüngsten Listen-Coup in Deauville gab die ganze Rennbahn Köln der King´s Best-Tochter, einer Schwester von Ouija Boards Vater Cape Cross, Vincennes in der Herbst-Stuten-Meile ihr Geld mit. Und die 15:10-Chance schnappte sich unter Johan Victoire in diesem 50.000 Euro-Gruppe III-Rennen über 1600 Meter auch den ersten Gruppe-Treffer ihrer Karriere, gewann beim elften Start ihr drittes Rennen.
Doch Victoire musste sich auf Sheikh Mohammeds Lady sein Reitgeld hart verdienen. Zwar hatte er mit Vincennes sofort die gewünschte Pole-Position. Aber die Engländerin Contentious (Dominique Boeuf hatte den Ritt übernommen) setzte ihr bis zur Linie hart zu.
In der Distanz startete die sträflich unterschätzte Stute (sie stammt von Giant’s Causeway, dessen Decktaxe bei über 100.000 Dollar liegt) ihre finale Attacke, aber ganz reichte sie nicht an die noch einmal entscheidend anziehende Vincennes heran.
Bis zu Laeya Star, dem letzten Gruppe-Ritt von Andreas Boschert (Foto), war dann schon etwas Luft. Die beste deutsche Lady im Feld startete im Einlauf als erste eine Attacke auf Vincennes, doch dann kam die Royal Dragon-Tochter nicht mehr so recht weiter, blieb jedoch klar vor der nach einer Pause noch nicht auf Touren gekommenen Scoubidou.
‚Sie ist sehr stark verbessert und geht nun in Zucht‘, erklärte Vincennes Jockey Johan Victoire. ‚Leider hat die Gegnerin immer wieder angezogen, Contentious geht nun wahrscheinlich nach Amerika‘, erklärte deren Reiter Dominique Boeuf.











