Es sind die Wochen des Peter Schiergen. Man kommt in den Großereignissen einfach nicht an dem Chef des Asterblüte-Stalles vorbei. Drei Kandidatinnen hatte der Kölner am Sonntag in den Preis der Winterkönigin (Gruppe III, 105.000 Euro, 1600 m) geschickt. Drei Hoffnungen auf den Titel der besten zweijährigen Stute. Die Wetter hatten sich ganz klar für die Ittlingerin Love Academy entschieden, eine von drei Ladies aus dem Besitz der Familie Ostermann.
Und die 25:10-Favoritin holte sich die Krone in gewaltiger Manier. Ein Jahr nach dem zweiten Rang mit Touch my Soul gelang Schiergen der große Triumph in Iffezheim. ‚Nach dem Start habe ich einen Schreck bekommen, als Love Academy als Letzte absprang‘, war der Einstieg in diese Prestigeprüfung für die Youngsters aus Schiergens-Sicht gar nicht ideal.
Doch Terry Hellier, ein Meister für solche Fälle, wartete in aller Seelenruhe auf seine Chance. In bester Haltung machte er mit der Favoritin im Schlussbogen Boden gut, blieb zunächst an der Innenseite. Diamantgöttin führte hier unverändert das Feld an, auch Larella galoppierte vorne mit.
Zwar wehrte sich die Brümmerhoferin Diamantgöttin verbissen, aber als Love Academy innen auftrumpfte, war die Frage nach der Siegerin schnell beantwortet. Mit großem Speed flog die Medicean-Tochter und Schwester von Lauro davon. Anderthalb Längen betrug ihr Vorteil auf die stark laufende Diamantgöttin sowie Briseida und Goose Bay, die als Dritte und Vierte den Schiergen-Erfolg in diesem Rennen komplett machten. Die anderen Ladies besaßen keine bessere Chance.
‚Das Rennen begann nicht so wie geplant, Love Academy kam schlecht aus der Maschine. Ich habe bis in die Gerade gewartet, dann zog die Stute groß an‘, kommentierte Terry Hellier.
‚Love Academy und Goose Bay hatten sich in der Arbeit nicht viel gegeben. Ich denke, dass die Siegerin im nächsten Jahr die klassische Route gehen wird‘, signalisierte Peter Schiergen.
‚Ich hätte eigentlich gedacht, dass Larella besser ist. Aber das war ein toller Sieg‘, so ein erfreuter Manfred Ostermann nach dem Triumpf.
Auch Peter Rau, der Trainer von Diamantgöttin war sehr zufrieden: ‚Man weiß ja nie genau, was so ein Maidensieg wert ist. Aber die Stute hat sich toll verkauft.‘
Briseida und Goose Bay verrieten guten Endspurt, dahinter wurde Sina Fünfte, auch Every Day (Sechste) verdiente noch Geld in diesem Highlight, das leider sehr unter dem Regen und den kalten Temperaturen litt. 6500 Zuschauer erlebten das Final-Highlight an der Oos.










