Er traf so starke Gegner wie bei keinem Start zuvor. Er hatte in äußerer Spur nach keineswegs optimaler Startphase ein aufwändigeres Rennen als viele seiner Konkurrenten, doch Gestüt Park Wiedingens Big Shuffle-Sohn Precious Boy hinderte das alles nicht am Sieg im Preis des Winterfavoriten. Der Park Wiedinger siegte sogar sicher.
Dabei hatte es in der Zielgeraden lange nach einem Sieg von Liang Kay ausgesehen. Der Dai Jin-Sohn hatte Sahara Boy (war am Toto sogar Favorit geworden, landete im Ziel aber nur auf Platz fünf) im Einlauf schnell an der Spitze abgelöst, schien einen Super-Tag für Trainer Uwe Ostmann und Jockey Andreas Boschert (gewannen drei Rennen) krönen zu können.
Doch dann wurde Precious Boy, der Sieger des Ratibor-Rennens, immer druckvoller. Dem Speed des von waldemar Hickst trainierten und von Adrie de Vries gerittenen Hengstes musste sich schließlich auch Liang Kay beugen.
Eine halbe Länge war der ‚Boy‘ im Ziel voraus. Fünf Längen hinter den beiden Ersten kam als Dritter der Tiger Hill-Sohn Abbashiva über die Linie, Vierter wurde König Concorde.
‚Wenn er nach so einem Rennverlauf gewinnt, muss er ein Rennpferd sein. Wir machen nun Schluss für diese Saison, im nächsten Jahr ist das Mehl-Mülhens-Rennen sein erstes wichtiges Ziel‘, so Trainer Waldemar Hickst nach dem Rennen.
‚Precious Boy hat ein aufwendiges Rennen gehabt und trotzdem noch toll gewonnen. Er hat heute eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er Deutschlands bestes zweijähriges Pferd ist‘, so ein glücklicher Besitzer Helmut von Finck, dessen Gestüt Park Wiedingen auch Züchter des Hengstes ist.
‚Er ist super gelaufen, hat auch gut gekämpft‘, war auch Uwe Ostmann mit Liang Kay zufrieden. ‚Er wurde an der Spitze nie in Ruhe gelassen, das war dann alles ein bißchen viel für ihn. Er könnte im kommenden Jahr durchaus ein Derbypferd sein‘, hieß es aus dem Lager von Sahara Boy zum Laufen des Hengstes.











