Was sein Sohn Jens in Frankreich konnte, das kann der Leipziger Trainer Peter Hirschberger (Foto) genau so gut! Zwar zahlte sein Mharadono bei seinem Sensationssieg im Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf, dem Gruppe III-Rennen über 1700 Meter auf dem Grafenberg, ’nur‘ 413:10, doch sein Erfolg war genauso überraschend wie der des von seinem Sohn Jens trainierten Toylsome am Tag zuvor in Longchamp.
Nach einem Ritt von der Spitze aus rettete sich der Hengst unter Wladimir Panov gegen den nie locker lassenden englischen Gast Dubai’s Touch über die Linie. Ein Kopf lag im Ziel zwischen den beiden Ersten, bis zum Dritten Santiago waren es dann schon sechs Längen. Es war der Triumph zweier Underdogs des Turfs, denn weder Hirschberger, noch Panov hatten jemals zuvor ein Grupperennen gewinnen können.
“Das ist unglaublich” sprudelte es aus dem Trainer und der Besitzerin Renate Lindemeyer nach dem Rennen unisono heraus. “Vor zwei Wochen hatte er in einem kleinen Rennen in Leipzig keine Siegchance, heute gewinnt er ein Grupperennen.” 413:10 betrug die Siegquote auf Mharadono, der als absoluter Spezialist für die Bahn in Grafenberg gilt, und vor zwölf Monaten bereits Zweiter in diesem Rennen war.
Damals hieß der Sieger Wiesenpfad, doch der Crack aus dem Stall von Waldemar Hickst wirkte diesmal nicht so frisch, kam schließlich weit hinter dem Sieger nur als Vierter ins Ziel. “Sein letztes Rennen hat ihm doch offenbar mehr Kraft gekostet, als man vermuten konnte”, hieß es aus dem Umfeld des Favoriten.
Den EBF-European Breeders Fund-Cup, das Listenrennen über 2100 Meter, gewann der von Peter Schiergen trainierte Eiswind, der sich unter Stalljockey Andrasch Starke gegen Negus und Soudaine durchsetzen konnte, womit die beiden Dreijährigen gegen die älteren Pferde die Oberhand behielten.
‚Das war sehr schön. Er hat dieses Jahr ja auch schon viel getan. Im nächsten Jahr wird er bestimmt noch Spaß machen‘, so Gisela Schiergen in Vertretung ihres in Frankfurt weilenden Ehemannes Peter Schiergen.











