Der Samstag des großen Arc-Wochenendes stand natürlich ganz im Zeichen von Toylsome (Foto). Der Gruppe I-Sieg des Achtjährigen war die Sensation am ersten Tag des Super-Meetings. An diesem versuchten sich neben Deutschlands neuem Superstar vier weitere hierzulande trainierte Pferde. Doch allesamt hatten sie bei ihrem Gastspiel in Longchamp nichts zu bestellen.
Den Auftakt machten die zweijährigen Sallistra (Olivier Peslier) und Montiano (Johan Victoire). Doch sowohl die Stute aus dem Hofer-Stall, die stark gewettet wurde, als auch der von Christian von der Recke trainierte Montiano konnten bei ihrem Auftritt in einem Verkaufsrennen über die Meile nichts ausrichten. Montiano wurde Neunter, Sallistra nur Zehnte im Dreizehner-Feld.
Kaum besser erging es zwei Rennen später dem dreijährigen Big Shuffle-Sohn Obelix aus dem Mäder-Quartier. Unter Höchstgewicht kam der Hengst im Prix du Casino Barriere de Deauville, einem Listenrennen über 1600 Meter, nie aus hinteren Regionen weg. Am Ende Platz 14 unter Jean-Pierre Carvalho.
Mit Rang acht verabschiedete sich die Schlenderhanerin Ioannina (Stephane Pasquier) von der Rennbahn. „Sie wird keine Rennen mehr bestreiten, war heute schon etwas müde. Der Preis von Europa steckte ihr noch in den Knochen“, fasste Gestütsleiter Gebhard Apelt den Auftritt der Rainbow Quest-Tochter im Prix de Royallieu (Gruppe II, 2500 Meter) zusammen.
Auch Besitzer Georg Baron von Ullmann trug die Niederlage mit Fassung und scherzte: „Sie ist halt kein achtjähriger Hengst.“ Das Rennen ging an Anna Pavlova, auf der Authorized-Jockey Frankie Dettori seinen ersten Sieg am Arc-Wochenende 2007 feierte.
Während es neben dem Toylsome-Sieg also nichts für in Deutschland trainierte Pferde zu bestellen gab, konnte die deutsche Zucht wieder einmal Akzente setzen. Im Prix Chaudenay belegte der vom Gestüt Etzean gezogene Montjeu-Sohn Noble Prince den zweiten Platz. Trainer Andre Fabre, der im Vorjahr mit dem Arc-Starter Getaway Dritter in diesem Rennen wurde, stellte die ersten vier Pferde.
Der bei vier Starts nun ungeschlagene Coastal Path (Stephane Pasquier) siegte vor Noble Prince, Royal and Regal und Friston Forest. Alle vier werden von Andre Fabre trainiert, verdienten zusammen 125.450 der in diesem Rennen ausgeschütteten 130.000 Euro.
Auch der von Dr. Christoph Berglars Union-Gestüt gezogene Rhenus, ein dreijähriger Montjeu-Hengst aus der Roseate Wood, überzeugte bei seinem Paris-Auftritt. Für das Haras de la Perelle von Baden-Vize Jürgen Winter, erreichte er Platz zwei im Prix Dollar, wurde indes unglücklicherweise disqualifiziert nach dieser sportlichen Top-Leistung.












