Am 22. Juli eröffnete die Meraner Maia-Bahn die Sommer-Herbst Saison 2007, die am 14. Oktober zu Ende geht. In diesem Zeitraum werden 117 Rennen mit Preisgeldern in Höhe von 2.252.750 Euro entschieden. Absoluter Mittelpunkt der 27 Jagdrennen, die im Rahmen dieser Wochen auf dem Programm stehen, ist natürlich der Große Preis von Meran, eine Steeplechase der Gruppe I, das über 5000 Meter führt und mit 290.000 Euro dotiert ist.
Das Rennen verspricht ein Fest der bester Steepler zu werden, was angesichts der Dotierung natürlich auch nicht überraschen kann.
Sechzehn Könner des Metiers sind für die 68. Auflage dieses Hindernis-Klassikers stehen geblieben, darunter mit Ajesha (Jean-Gilles Gueracague) und Helmac (Dirk Fuhrmann) auch zwei in Deutschland vorbereitete.
Sowohl Pavel Vovcenko (Foto) als Betreuer von Janet Pätz‘ Ajesha als auch Christian von der Recke, der für Bernd Rabers Helmac verantwortlich zeichnet, strahlen Zuversicht aus, wissen um die Schwere der Aufgabe, aber auch um die Qualitäten ihrer Schützlinge. „Springen und Galoppieren passt beides“, erklären der Mahndorfer und der Weilerswister übereinstimmend und beziehen nicht zuletzt daraus ihren Optimismus für die große Aufgabe.
„Ajesha hat 2007 noch nichts falsch gemacht, andererseits auch nichts zu verlieren, wenngleich man nicht übersehen kann, dass es sich bei den Franzosen und den Tschechen um sehr starke Pferde handelt. Das Beispiel Rosenbrief von 2005 hat aber gezeigt, was möglich ist“, erklärte Pavel Vovcenko zu den Chancen seiner Stute und erinnert an den letzten Erfolg eines deutschen Pferdes in dieser Prüfung und in diesem Zusammenhang an die mit der Kursführung verbundenen Risiken.
Groß ist die Zahl, die wegen Verlassens der Bahn disqualifiziert wurden. Als eines der Opfer gilt z. B. Werner Baltromeis Wild Doc, den das Schicksal im Jahr 2000 ereilte, während Rosenbrief bei seinem Sieg davon profitierte, dass zwei vor ihm platzierte Pferde aus der Wertung genommen werden mussten. Zu ihnen gehörte der Tscheche Kolorado, der diesen „faux pas“ in seiner glanzvollen Karriere zwölf Monate später wettmachte und unter Dirk Fuhrmann gewann, also als Titelverteidiger antritt.
Ajesha bestritt die Generalprobe in Iffezheim, als sie mit dem „Alten Badener“ ein Listenrennen gewann, während Helmac als Zweiter der Großen Steeple-Chase von Waregem mehr als das Doppelte der 9.000 Euro, die Ajesha verdiente, mit nach Hause brachte. Der Macanal-Sohn bildet mit Dirk Fuhrmann ein absolutes Erfolgsteam, das auch durch die Niederlage keine Schramme bekam, denn Helmac unterlag nach 4600 Metern nur denkbar knapp. Die deutschen Vertreter gelten sicherlich nicht als Favoriten, treten aber mit berechtigten Chancen an.
Ein ganz starkes Aufgebot kommt aus Frankreich, wofür Sleeping Jack, Marble Garden, L‘ As de Pembo, Zarkali und Kan Nejad, der Bezwinger von Helmac in Waregem, stehen. Sleeping Jack dürfte in dieser Gruppe an erster Stelle rangieren, denn seit seinem Sieg im Großen Jagdrennen von Paris zählt er zu den Assen im Nachbarland.
Kolorado vor Pessoa – so lautete 2006 der Einlauf und brachte zum Ausdruck, über welche Qualitäten die Tschechen, die heute wieder dabei sind und deren Team durch Nikodem mit Paul Johnson ergänzt wird, verfügen. Neuling in Meran ist der Slowake Trianon, während Hrabia Pan und Dalfors für Polen sowie Roosevelt und Halling Joy für Italien die Kastanien aus dem Feuer holen sollen.










