2. Oktober 2005. Zur Quote von 37:10 gewinnt Gestüt Wittekindshofs El Tango (Foto) den Großen Preis von DSW21, das Deutsche St. Leger. William Mongil sitzt im Sattel des von Peter Schiergen trainierten dreijährigen Hengstes. Mit dreieinhalb Längen Vorsprung schickt dieses Team Harar und Backbord auf die Plätze. Der englische Favorit Daring Ransom wird nur Fünfter.
30. September 2007. An diesem Sonntag tritt der Acatenango-Sohn wieder in dem 2800 Meter-Spektakel in Dortmund an. Erneut ist der letzte Klassiker der Saison sein Ziel. Bis vor kurzem wäre das gar nicht möglich gewesen. Denn bislang waren die Dreijährigen in dieser 65.000 Euro-Prüfung unter sich.Nun tritt erstmals eine wichtige Modifikation in Kraft: Um das Rennen nach sehr übersichtlichen Feldern der vergangenen Jahre wieder attraktiver zu machen, sind erstmals auch ältere Pferde startberechtigt.
Zwar treten auch diesmal nur acht Kandidaten an, aber die älteren Semester sind mit fünf Startern sogar in der Überzahl.
Auch als Fünfjähriger hat El Tango, der längst die Farben des Stalles Mydlinghoven trägt, nichts von seinem Können eingebüßt.
Saint-Cloud, Baden-Baden, erneut Saint-Cloud, Hamburg und York waren die bisherigen 2007-Stationen des Top-Stehers. Neben dem imponierenden Erfolg im „Langen Hamburger“ auf passend tiefem Boden überzeugte er auch als Sechster im Ebor Handicap, einem besonders wertvollen Ausgleich in England.
Über die Form von Trainer Peter Schiergen und Jockey Andrasch Starke braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Besser könnte diese kaum sein.
Doch die Aufgabe ist diesmal knifflig. Denn mit dem im Gestüt Wittekindshof gezogenen Peppertree Lane und Rising Cross reisen zwei sehr starke Gäste nach Wambel. Peppertree Lane ist schon dreifacher Saisonsieger, landete auch einen Erfolg auf Gruppe-Ebene. Wie bei allen zehn bisherigen Starts sitzt Kevin Darley im Sattel des Hengstes aus dem Stall des reisefreudigen Trainers Mark Johnston.
Rising Cross war 2006 u.a. Zweite in den englischen Oaks und 2007 Vierte im Coronation Cup. Ihre aktuellen Formen sind weniger aufregend, aber die Aufgaben wirkten auch sehr anspruchsvoll für die Tanaka-Lady von Coach John Best.
Der Vorjahreszweite N´oubliez jamais (Andreas Suborics) und der talentierte, aber startschwierige Jump For You (Terry Hellier) komplettieren die starke Riege der älteren Pferde.
Da wird es für die drei Vertreter des Derby-Jahrgangs nicht leicht werden. Allerdings sind die Ittlingerin Scatina (Andreas Helfenbein) und die Ebbesloherin Avanti Polonia (Andreas Boschert) bereits Gruppesiegerinnen. „Scatina kommt etwas weicher Boden entgegen. Mit dem leichten Gewicht sollte sie ihre Chance besitzen“, erklärt Mario Hofer.
Auch für Avanti Polonia wäre durchlässiges Geläuf von Vorteil, das sie vor einer Woche in Köln nicht antraf. Waldvogel (Eduardo Pedroza) mag weite Wege. „Er ist unverändert sehr gut auf dem Posten“, verrät Trainer Andreas Wöhler.












