Ihre Siegesserie gipfelte im letzten Jahr in Baden-Baden, als Waleria (Foto) das Fürstenberg-Rennen gewann und somit erstmals auf Gruppe-Ebene zum Zuge gekommen war. Die Etablierung auf dieser Ebene gelang der von Hans-Jürgen Gröschel trainierten Artan-Tochter mit Platz drei im Preis der Deutschen Einheit in Hoppegarten wenige Wochen später.
Man sprach von der berühmten „Tellerwäscher-Karriere“, doch ihr Betreuer hatte stets erklärt, dass er Waleria solch ein Durchmarsch durch die Klasssen zutrauen würde. Kein Wunder, dass man die Artan-Tochter auch vierjährig in Training hielt. Zunächst bot sie ihr Betreuer auf Listen-Ebene auf, im BMW Sachsenpreis von Dresden war Waleria nicht zu bezwingen.
Im Hansa-Preis auf der Derby-Bahn erfolgte der erste Jahresauftritt auf Gruppe-Ebene, Platz vier hinter Schiaparelli, Poseidon Adventure und Oriental Tiger war sicher keine schlechte Form. Im Großen Dallmayr-Preis von Riem hingen auf Gruppe-I-Ebene die Trauben zu hoch, im Preis der Sparkassen Finanzgruppe in Iffezheim war sie als Fünfte für eine bessere Platzierung dichtauf.
Nun greift Dr. Dr. Christiane Ottos auf Listen-Ebene nach ihrem zweiten Jahreserfolg. Eine durchaus realistische Mission, obschon sie unter Höchstgewicht in den Preis der Spielbank Bad Neueuanhr geht. Doch mit Andrasch Stake im Sattel wurde ein Reiter gebucht, der seit Wochen in überragender Form agiert.
Mit elf Pfund weniger Blei im Sattel dürfte Stall Eminas Laeya Star als die große Gegenspielerin angesehen werden. Eine Flut von Plazierungen kann die von Uwe Ostmann trainierte Royal Dragon-Tochter auf Listenebene vorweisen. Sie ist so gesehen einfach an der Reihe, Andreas Boschert sitzt wieder im Sattel.
Den Derby-Jahrgang vertritt auch Gestüt Fährhofs Praia, die vor allem auf kürzeren Wegen dicht vor einem Listen-Sieg stand. Nun geht es aber wieder über die Meile, da muss sie nach der schwächeren Form aus Hannover erst einmal den Beweis antreten, ob sie auch auf dieser Distanz ein scharfe Klinge schlagen kann.
Etliche Aufsteiger stehen vor ihren bislang schwersten Aufgaben, ob sie Pinea, Sun Moon Orpen, Alendha oder Ledicea heißen. Nicht unterschlagen sollte man eine Form, die genau vor einem jahr The Spring Flower im Weidenpescher Park zeigte. Die von Andreas Löwe trainierte Kornado-Tochter setzte sich in einem Listenrennen als 228:10-Außenseiter in Szene und lieferte wieder einmal den Beweis, dass gerade um diese Jahreszeit immer mit einer Überraschung zu rechnen ist.










