Rechte abgetreten: Strukturreform in den Startl?chern

Zu der am Dienstag in Hannover stattgefundenen Vorstandssitzung des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen erreichte uns am Mittwoch folgende Pressinformation, die wir im Wortlaut ungekürzt veröfffentlichen:

Der Vorstand des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen führte am Dienstag dieser Woche eine aktuelle Zusammenfassung und richtungsweisende Bewertung des Sachstandes bezüglich der Umsetzung der künftigen Organisationsstruktur des Galoppsports durch.

Festgestellt wurde dabei, dass nunmehr sämtliche größeren Rennvereine, auch der Internationale Club von
Baden-Baden, die erforderliche Abtretung der Vermarktungsrechte an den Verband vorgenommen und damit einen unverzichtbaren Baustein des Gesamtkonzepts beigesteuert haben. Dies ist als völlig eindeutiges Signal zur Fortsetzung der Umstrukturierung zu betrachten.

Es besteht im Vorstand Einigkeit darüber, das weitere Vorgehen in Teilschritte aufzugliedern und über formelle Lizenzvereinbarungen mit den Rennvereinen letztlich zu einem in Grundzügen bereits abgestimmten Miet- und Dienstleistungsvertrag zu kommen. Die Gespräche mit den Rennvereinen über die detaillierte Umsetzung dieses Vorhabens sind bereits angelaufen und sollen in den nächsten Tagen mit Priorität fortgesetzt werden.

Hauptelemente des Konzepts sind bekanntlich eine Bündelung der Kompetenzen, Rechte und Lizenzen in einer Hand und die zentrale Vergabe, Planung, Durchführung und Vermarktung der Galoppveranstaltungen. Dazu gehören kurze, schnelle Entscheidungswege, hoher Professionalisierungsgrad und noch verstärkte betriebswirtschaftliche Ausrichtung.

Fest vorgesehen ist deshalb die Aufteilung der Zentrale in den traditionellen Verband mit den klassischen Aufgaben (z. B. Gestütbuchführung, Funktionärswesen und Verbandsgerichtsbarkeit) sowie eine Holding-GmbH mit mehreren Tochtergesellschaften. Dort werden die einzelnen Bereiche des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes angesiedelt sein.

Engelbert Halm (Foto), Geschäftsführender Vorstand des Direktoriums: „Wir haben dabei intensiv darauf hingewiesen, dass wir die Rennvereine stark vom wirtschaftlichen Veranstaltungsrisiko entlasten werden.

Aber trotzdem müssen zahlreiche wichtige Funktionen bei den Rennvereinen verbleiben, auf deren unverzichtbares Beziehungsgeflecht und deren Kompetenz vor Ort aufgebaut werden muss.”

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