?K?niglicher? Paul Johnson: Der zweite Gruppe I-Treffer

Im Mai 1994 bestritt Paul Johnson sein erstes Jagdrennen in Deutschland und gewann auf Anhieb für Trainerin Marion Rotering auf einem Pferd namens Outfit. Inzwischen sind siebzig weitere Sie­ge hinzugekommen. Nicht eingerechnet natürlich die Erfolge, die der 37-jährige in den letzten Jahre im Ausland, und hier vor allem in Italien, erzielte. Mittlerweile gewinnt Johnson nicht nur ein­fache Rennen, sondern auch Prüfungen bester Klasse.

So wie am Sonntag auf der Meraner Maia-Bahn die Corsa Siepi di Merano, ein Grup­pe-I-Rennen für Hürdler (82.000 Euro-4000 Meter), die er auf dem fünfjährigen Royal Mougins mit überlegenem Vorsprung zu seinen Gunsten entschied.

Royal Mou­gins und Paul Johnson – ein Team, das sich blendend versteht, denn schon am 13. Mai diesen Jah­res waren beide in Mailand auf Gruppe-I-Ebene erfolgreich geblieben. 40.000 Guineas hatte der tsche­chische Besitzer Dr. Jiri Char­vat bei der Tattersalls Autumn Horses in Training für den Daylami-Sohn gezahlt, der sich als Spit­zenkauf erweisen sollte und die Summe längst wieder herein geholt hat.

Außerdem zählt er jetzt zu den ganz wenigen Pferden, die das seltene Double Corsa Siepi di Mi­lano und Corsa Siepi di Mera­no geschafft haben. Seine Karriere auf der Hindernisbahn eröffnete er mit einem Sturz auf der Jagd­bahn, um dann auf die Hürdenbahn zu wechseln, wo er es auf sieben Erfolge und eine Gewinn­sum­me von rund 140.000 Euro gebracht hat.

Nichts zu holen gab es für den von Pavel Vovcenko trainierten Pegasus mondrianus unter Jan Kor­pas und Trigeminus, den von Besitzer Dirk Austmeyer vorbereiten Sieger aus dem Preis des Murg­tals, der mit Roman Mackowiak zu Fall kam.

Auch der frische Sieger Neander aus dem Stall Aust­ra­lia spielte als Neunter nur eine untergeordnete Rolle. Vor der Enttäuschung mit Pegasus mondr­ia­nus hatte der Vovcenko-Stall Grund zur Freude gehabt, als One little David (232:10) sich wie ein Großer zeigte und den Premio Riccardo Zanocchio (44.000 Euro-2000 Meter) unter Ivan Rossi mit vier Längen Vorsprung gewann, was 20.000 Euro für die Kasse des Stalles La Strada bedeutete.

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