Hannoversche Stutenmeile offen wie ein Scheunentor

Offen wie ein Scheunentor: So in etwa kann man das Rennen um die Hannoverschen Stutenmeile auf Listenebene bezeichnen. Zwei Gäste aus Tschechien und Irland verleihen der mit 20.000 Euro dotierten Meilenprüfung eine internationale Note. Wer letzten Endes in die Favoritenposition rücken wird, ist nur schwer vorauszusagen. Auf jeden Fall dürfte die Doppelspitze, die Peter Rau von Warendorf aus an die Leine schickt, als erste Wahl angesehen werden.

Torsten Mundry hat sich für Gestüt Ittlingens Sexy Lady (Foto)entschieden, so dass Andre Best der Partner von Röttgens Naomia sein wird. Mailand und Yarmouth waren die ersten beiden diesjährigen Stationen von Sexy Lady, dann ging es in Gruppe-Rennen in Hannover und Baden-Baden weiter.

Ohne zählbare Ausbeute in beiden Rennen, doch nun könnte die im Vorjahr in vier Rennen, darunter im Prix Chloe in Chantilly sogar auf Gruppe-Ebene erfolgreiche Sexy Lady auf Listen-Ebene wieder das passende Parkett für einen Erfolg vorfinden.

Naomia stieg in dieser Saison im Iffezheimer Festa-Rennen zur Gruppe-Siegerin auf, ließ dabei Laeya Star mit einem Kopf hinter sich. Dritte war im Übrigen Majounes Song, die Mitte August in Bremen zur Gruppe-Siegerin aufstieg und somit das Resultat des Festa-Rennens nicht unwesentlich aufwertete. Laeya Star, eine beständig Größe auf dieser Ebene und zuletzt Dritte im Dallmayr Coupe Lukull geht wiederum mit Andreas Boschert ins Rennen.

Fällig für einen Treffer auf Listenbene ist natürlich auch Praia. Die Fährhoferin kam auf dem heutigen Kurs und anschließend in Düsseldorf auf zweite Plätze, hat nun erstmals in dieser Saison mit Eddy Pedroza den Stalljockey im Sattel.

Als gestandene Listensiegerin rückt Desabina, wie Naomi eine Röttgenerin, aber von Hans Blume in Heumar vorbereitet, in die Startboxen. Wie bei ihrem Frankfurter Treffer erhält die junge Katharina Daniela Werning eine weitere große Chance zur Profilierung.

Als Vierte aus den German 1000 Guineas ist Hashbrown bestimmt nicht ungefährlich, auch Fairyland sollte nach dem letzten ordentlichen Eindruck nicht unterschätzt werden.

Ferner gibt es die eine oder andere unbekannte Größe in diesem Stutenfeld. Aus dem Spitzenquartier von Anre Fabre wechselte die dreijährige Ammerländerin Lady of Swain in das aktuelle Championquartier von Peter Schiergen.

Im September 2006 gewann die Swain-Tochter unter dem jungen Maxime Guyon ein Maidenrennen in Chantilly, dann ging es in dieser Saison bei zweit Starts auf Listenebene nicht entscheidend weiter. Mit Filip Minarik ist es nun der Erstauftritt der Ammerländerin für das Schiergen-Quartier. Das Höchstgewicht trägt Mrs Snow, die in München unter unter ihren Möglichkeiten geblieben sein dürfte.

Für sie wurde der junge Nachwuchsreiter Jean-Pierre Guillambert gebucht. Aus dem irischen Quartier von Eamonn Tyrell reist Impetious an und somit eine Stute, die sich im Vorjahr auf dem Curragh bereits auf Gruppe-Ebene platzieren konnte. In dieser Jahr war ein dritter Platz in einem Listenrennen ihre beste Leistung. Unterschätzen sollte man die Inchinor-Tochter somit auf keinen Fall.

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