Die Derbypleite ist vergessen. Persian Storm ist wieder da. So das Fazit nach dem 111. Fürstenberg-Rennen. In den Ullmann-Farben war der Wettmarktfavorit einfach zu stark für seine fünfköpfige Konkurrenz. Wie schon im Derby übernahm Terry Hellier kurz nach dem Start die Initiative und sorgte vorne für eine flotte Fahrt.
Unterwegs führte der Monsun-Sohn mit teilweise mehr als vier Längen, driftete eingans der Geraden aber immer weiter nach Außen. Terry Hellier machte das Beste daraus und beorderte den Hengst an die Außenrails, an denen Persian Storm immer wieder anzog.
Einzig und allein der Tiger Hill-Sohn Lord Hill wirkte 300 Meter vor dem Ziel etwas gefährlich, konnte aber auch nicht entscheidend zu Persian Storm aufrücken. Für Davidoff, der den vierfachen Fürstenberg-Siegreiter Andrasch Starke an Bord hatte, gab es hingegen in Sachen Sieg nichts zu bestellen.
Der Montjeu-Sohn musste sich als Derby-Fünfter genau wie im Vorjahr Dark Dancer mit Rang drei zufrieden geben. Vierter wurde Wassiljew aus dem Baltromei-Stall, während Monreale und Integral als Letzter gänzlich enttäuschten.
„Es war sicher nicht der Plan im Einlauf nach außen zu gehen. Persian Storm ließ sich aber schwer dirigieren, und so habe ich Anlehnung an den Rails gesucht. Das hat toll geklappt, und er ging immer weiter“, so Terry Hellier, der seinen ersten Sieg in dem 50.000 Euro-Rennen feierte.
Gleiches gilt für Trainer Jens Hirschberger, der seinen ersten Fürstenberg-Starter überhaupt sattelte, bekanntlich ja in seinem ersten Trainerjahr steht. „Persian Storm ist körperlich und mental noch einmal deutlich stärker geworden, wird vierjährig sicher noch einmal einen Sprung machen“, so Hirschberger nach dem Rennen. Bereits 2001 (Pryor) konnte sich Hirschberger als Assistenz-Trainer von Andreas Schütz über einen Fürstenberg-Sieg freuen.
Persian Storm war vor zwei Jahren teuerster Jährling in Baden-Baden. 300.000 Euro überwies Georg Baron von Ullmann damals an Dr. Christoph Berglar für den Monsun-Sohn, der nach dem Sieg im Bavarian Classic sein zweites Grupperennen gewann und seine Gewinnsumme auf 78.300 Euro steigerte.
‚Er ist wirklich ein sehr gutes Pferd und hat alles gegeben. Unterwegs lief alles wie geplant. Der Sieger war einfach besser‘, kommentierte Jean-Pierre Carvalho den zweiten Platz von Lord Hill, der im letzten Jahr bereits zum Auktionsrennen-Sieger avancierte.
Peter Schiergen hingegen hatte sich mit Davidoff sicher mehr ausgerechnet: ‚Natürlich haben wir mehr erwartet. Das Rennen war schnell gelaufen, was völlig in Ordnung war. Er zog heute einfach nicht durch und kam nicht weiter. Vielleicht benötigt er doch etwas weicheren Boden.‘
9.900 Zuschauer (im Vorjahr waren es 9.200 gewesen) hatten den Derby-Sechsten Persian Storm zum 16:10-Favoriten gemacht. Kurios: Auf Platz zahlte der Ullmann-Hengst ganze zwei Punkte mehr. Jeder, der Persian Storm auf Platz gewettet hatte, bekam 18 für 10 Euro Einsatz.












