Emotionale Momente gab es nach dem 52. Preis der Sparkassen-Finanzgruppe, dem ersten Gruppe-Rennen (55.000 Euro, 2000 m) am Samstag in Baden-Baden. Denn wieder einmal im Mittelpunkt stand der frühere Trainer Harro Remert als Mitbesitzer des Hengstes Wiesenpfad (offiziell firmiert seine Tochter Heide als Eignerin) im Mittelpunkt, wirkte gerührt nach dem neuerlichen Triumph des Favoriten.
In beeindruckender Manier hatte der Schützling von Waldemar Hickst die Konkurrenz mit zweieinhalb Längen Vorteil hinter sich gelassen, stand in der Distanz eindeutig als Sieger des ehemaligen Spreti-Rennens fest.
Adrie de Vries servierte der 39:10-Chance ein ideales Rennen an fünfter Position des großen 13er-Feldes, während Chiron einige Längen an der Spitze zwischen sich und die Konkurrenz legte. Dream of Gold und Simple Exchange sah man auf den weiteren Positionen, auch Waleria hatte sofort eine Lage in vorderer Linie, während Simonas am Schluss galoppierte.
Chiron verteidigte sich im Einlauf noch eine Zeitlang, doch die Gegner kamen immer näher. Vor allem Waleria und Simple Exchange wirkten gefährlich, aber als Wiesenpfad 200 Meter vor dem Ziel auf freier Bahn in bester Haltung zum Angriff schritt, war die Frage nach dem Sieger schnell beantwortet.
Der Waky Nao-Sohn aus der Zuchts des Gestüts Ravensberg schaltete einen Gang höher und verabschiedete sich zum sechsten Sieg beim zehnten Start.
‚Wir wissen nicht, was im Frühjahr mit ihm los war. Vielleicht kam das Rennen in Frankreich etwas zu früh. Heute hatten wir etwas Bedenken wegen des Bodens, aber er war nicht fest, sondern elastisch. Der Jockey hat alles sehr gut gemacht. Wiesenpfad könnte nun in Frankfurt und Düsseldorf laufen‘, erläuterte Trainer Waldemar Hickst.
Mit viel Speed schob sich Kiton noch auf den Ehrenplatz. ‚Er läuft stets seine Form aus, nur leider ist immer ein anderer noch schneller‘, sagten unisono Torsten Mundry und Peter Rau.
Der Tscheche Simple Exchange wehrte sich aus dem Vordertreffen sehr stark, blieb immer dabei, während Fair Breeze innen gute Momente besaß. ‚Sie war die beste Stute, das geht in Ordnung‘, meinte Mario Hofer.
Waleria könnte etwas zu früh zur Stelle gewesen sein, auch Soterio kam nicht so recht vorwärts. Simonas (Siebter) kam nur noch ins Mittelfeld. ‚Er ist noch nicht ganz soweit, das kann man von einem Opa auch nicht anders erwarten‘, meinte Andreas Wöhler.
Wiesenpfad stellte mit 2:00,83 Minuten einen neuen Bahnrekord auf!












