Ende einer langen Durststrecke und Baltromei in Form

Nur drei Tage vor Beginn der Großen Woche trafen sich die Turffreunde noch einmal auf der Neuen Bult in Hannover. Und in guter Erinnerung wird Trainer Werner Baltromei (Foto) diesen Tag behalten. Denn nur kurz nachdem die von ihm für den Stall Selecta vorbereitete Lord of Men-Tochter Zimbabwe (42:10) mit Dominique Boeuf ein 17.000 Euro-Verkaufsrennen für Zweijährige in Clairefontaine für sich entschieden hatte, durfte er auch in Hannover jubeln.

Denn in der einleitenden Youngster-Prüfung entwickelte Baltromeis Srein-Tochter Time to Beat in den Farben des Rennstalles Gestüt Hachtsee riesige Reserven. Mit erstaunlichem Speed zwang die 48:10-Chance unter Eduardo Pedroza noch den schon in Sicherheit bgeglaubten Ottomax in die Knie, der kurz vor dem Ziel stark zur Seite wegbrach. Als Dritter gab sich der 17:10-Favorit Shivaji früh für den Sieg geschlagen.

Ihren bereits fünften Saisonsieg markierte Reinhard Johannsmanns Holga (62:10) nach einem tollen Finish von Andre Best im Ausgleich IV. ‚Sie läuft wahrscheinlich noch einmal‘, sagte der Besitzertrainer über die Lady, die tragend von Zöllner ist.

Riesen-Trouble gab es vor dem dritten Rennen, als man nach einigen Malheurs am Start plötzlich drei zusätzliche Nichtstarter verkraften musste. Wenig gestört haben dürfte dies Trainerin Jutta Schultheis, die mit First Dream (Mario Pregel) ihren ersten Starter seit 2001 stelte.

Und nach sechs Jahren Pause scheint sie nichts verlernt zu haben, denn ihr Schützling kämpfte erfolgreich. Alleridngs erlebte die unverändert in Warendorf ansässige Betreuerin den Sieg nicht vor Ort mit, da sie in München Urlaub machte.

Als Halbbruder Manduros galt dem Dreijährigen Manduras natürlich viel Aufmerksamkeit, doch kam der Hengst über Platz drei in der Maidenklasse auf Anhieb nicht hinaus. Hier trumpfte Inoui (64:10, Jiri Palik) aus dem Quartier von Andreas Löwe gegen Nadischa auf.

Da sage noch jemand, Lando-Nachkommen könnten keinen weichen Boden. Nach First Dream glänzte mit Anemos, der in griechischem Besitz steht, ein weiterer Nachkomme des Ittlingers.

In der ‚Wettchance des Tages‘ (11.200 Euro-Ausgleich III) schaffte der als 31:10-Favorit angetretene Wallach aus dem Stall von Dr. Andreas Bolte (zweiter Tagestreffer für Jiri Palik) den dritten Sieg beim ebensovielten Start, kam gegen Sarteano, Semicolon und Lintero Directa ganz souverän mit drei Längen zum Zuge. Die Viererwette zahlte 20.973:10 Euro.

Der fünfte Lauf der RaceBets.com-Hürdenserie Hannover ging an den von Olivier Schnakenberg gerittenen und von seiner Mutter Elfi trainierten Sea Cove (28:10) vor Samira und Pioletta, womit die Favoriten unter sich waren. Leider blieb auf dem TV-Kanal wegen eines Ausfalls der Übertragung alles schwarz.

Überhaupt nicht zu bremsen war Alter König, der Tagessieger für das Team Torsten Mundry/Peter Rau, bei den Dreijährigen. Die Quote von 10:10 auf den Goofalik-Sohn war allerdings nur ein Wechselkurs. Besitzer ist Martin Kind, der Präsident von Hannover 96.

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