Ein Gast war zu dem Walther J-. Jacobs-Stutenpreis über den Kanal gekommen, die Singspiel-Tochter Majoune’s Song im Besitz von Renata Jacobs, der Ehefrau von Klaus Jacobs, Sohn des großen Züchters und Besitzers, Namensgeber des Rennens, doch gerechnet hatte man n´mit ihr kaum.
Für Bremen hatte sich das Team um Trainer Mark Johnston (Foto) etwas Besonderes einfallen lassen: Ein Netz, das um das Maul gelegt wurde. „Sie ist unterwegs sehr schwer zu regulieren, reißt oft das Maul auf“, erklärte Jockey Jean-Pierre Guillambert, „da haben wir es einmal mit einem solchen Hilfsmittel versucht.“
Erfolgreich, obgleich es doch etwas exotisch aussah und in Deutschland eine absolute Rarität ist. Zugute kam der Stute, ein kleiner, fast zarter Typ, aber auch der Rennverlauf. „In der Zielgeraden ist das Feld nach außen gegangen, innen wurde Platz frei, das war ideal“, meinte der seit fünf Jahren in England tätige Franzose Guillambert, der sein fünftes Gruppe-Rennen gewinnen konnte, seinen ersten Sieg in Deutschland feierte.
Trotz optimaler äußerer Bedingungen hatte man die Bremer Bahn schon einmal voller gesehen und letztlich blieb man beim Wettumsatz auch unter 200.000 Euro. Etwas ernüchternd war auch der Umsatz in der Viererwette, bei dem man unter 20.000 Euro blieb.












