D?sseldorf: Schiaparelli ist zu stark f?r die Dreij?hrigen

Der Deutschland-Preis in Düsseldorf hielt das, was er versprach. Denn da fast alle deutschen Grand Prix-Cracks am Start waren, wurde die mit 155.000 Euro dotierte Gruppe I-Prüfung am Grafenberg auch ohne ausländische Beteiligung eine spannende und dramatische Angelegenheit. Und es gab ein richtiges Wimpernschlagfinish zwischen zwei guten Pferden.

Stall Blankeneses Derbysieger Schiaparelli (39:10, Foto) schaffte das, was ihm im Vorjahr, als er von Donaldson geschlagen wurde, verwehrt blieb. Nach einem packenden Endkampf konnte er sich mit einem Kopf-Vorsprung gegen den starken Fährhofer Dreijährigen Conillon durchsetzen.

Zunächst hatte der Wettmarktfavorit Conillon die Spitze übernommen, doch in der Gegenseite löste ihn Schiaparelli bereits vorne ab. Erst am Berg änderte sich im Feld etwas, als außen Oriental Tiger aufrückte, was aber nur ein Strohfeuer war.

Die beiden Pferde, die von Beginn an vorne waren, waren auch in der Zielgeraden die einzigen beiden echten Siegkandidaten. Und es gab ein Finish auf Biegen und Brechen, in dem Andrasch Starke auf dem Derbysieger des Vorjahres schließlich einen Kopf-Vorteil gegen den Fährhofer ins Ziel rettete.

Dahinter belegte First Stream als zweiter Dreijähriger in diesem Rennen den dritten Platz, was dem Derbyjahrgang sicherlich ein gutes Zeugnis ausstellt. Als Vierter kam Dickens vor Egerton ins Ziel. Oriental Tiger wurde Letzter.

‚Es war alles optimal, Andrasch hat sehr gut geritten. Er könnte jetzt in Köln oder Baden-Baden laufen‘, so Siegtrainer Peter Schiergen nach dem Erfolg seines Hengstes, einer von drei Schiergen-Siegern in Düsseldorf.

Nicht unzufrieden war man auch im Team des Unterlegenen Conillon, der sich wirklich gut verkaufte. ‚Wir sind zunächst selber vorne gegangen, damit Andrasch auf Schiaparelli kein falsches Rennen macht. Er ist gut gelaufen und immer noch ein Baby. Es kann sein, dass er dieses Jahr nur noch einmal startet‘, so Andreas Wöhler über den Acatenango-Sohn.

Im Lager von Egerton haderte man etwas mit dem Rennverlauf, da der Hengst unterwegs kurz seine Position verlor.

Das Zweijährigenrennen, in dem nur drei Pferde am Start waren, wurde eine Beute der 15:10-Favoritin Idonea aus dem Stall von Mario Hofer, die sich souverän gegen die beiden Düsseldorfer Pferde Wild Tiger und Sarkando durchsetzte.

Emporio und Florentiner (erster Sieg nach der Verletzungspause für Andreas Boschert) hießen die Sieger in den beiden Ausgleich II-Prüfungen.

Mit drei Siegen (neben Schiaparelli noch Emporio und Authentic Act) war Andrasch Starke einmal mehr der erfolgreichste Jockey des Tages, ist in Deutschland aktuell einfach eine Klasse für sich. Der Umsatz belief sich nach den neun Rennen auf 324.856 Euro, was dann doch deutlich mehr war als am vergleichbaren Renntag vor einem Jahr.

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