Was sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet hatte, ist Gewissheit geworden. „Wir gehen zukünftig getrennte Wege“, erklärte Jockey Adrie de Vries, womit die Zusammenarbeit mit dem Heumarer Trainer Hans Albert Blume (Foto), die mit einigen großen Erfolgen verbunden war, ihr Ende fand.
„Zuerst war es der Stall Schwindelfrei, dann Gestüt Röttgen, für die ich nicht mehr reiten durfte“, nannte der Niederländer Gründe, die seinen Schritt entscheidend beeinflusst haben. So kam er am vergangenen Wochenende weder auf Bussoni noch Aspectus bei deren Gruppe-Siegen in Longchamp bzw. Frankfurt zum Einsatz, mit denen er zuvor auch auf diesem Level gewonnen hatte.
So siegte er mit Stall Kaiserbergs Bussoni im Betty Barclay-Rennen von 2006 und 2007, während er mit dem Röttgener Aspectus im Vorjahr im Busch-Memorial siegreich geblieben war. Nicht nur nationale, auch internationale Erfolge erzielte de Vries für den Blume-Stall. Den größten Stellenwert nimmt zweifelsohne der Gruppe-I-Sieg von Gyreka in den Oaks d‘ Italia von 2005 in Mailand ein, dem ein Jahr später an gleicher Stätte noch der Gruppe-III-Sieg von Scoubidou im Premio Dormello folgte.
„Ich konzentriere mich auf meinen Stall, den von Andy Trybuhl, und habe ja auch noch Jan Pubben, mit dem ich schon so viele Jahre zusammenarbeite“, erklärte der Jockey aus dem niederländischen Sevenum, der derzeit bei 1.158 Siegen (35 Saisonerfolge) steht.
Während Adrie de Vries ab sofort nicht mehr in Heumar erscheint, wird Alexander Pietsch seinen Dienst an gleicher Stätte noch bis zum Monatsende ausüben, dann aber den Stall verlassen.
„Ich hätte mir schon etwas mehr Unterstützung gewünscht“, erklärte der Jockey, der seit dem Wechsel nach Heumar am 1. Februar genau acht Ritte für seinen Arbeitgeber durchführte und einen Sieg landete. Dieser gelang Mitte April in Frankfurt mit Antek, dem späteren Zweiten aus dem Deutschen Derby, der derzeit auf Feuerschicht steht.
„Ich werde erst einmal die weitere Entwicklung abwarten und zunächst einmal die Meetings in Bad Harzburg und Bad Doberan, wo ich etliche Ritte habe, wahrnehmen. Ich will versuchen, meinen Platz in der Top Ten-Liste zu verteidigen und werde wohl im Westen bleiben“, meinte der 35-jährige Jockey, der 21 seiner insgesamt 375 Siege in der laufenden Saison erzielte und im Winter nach mehrjährigem Aufenthalt in Bremen nach Köln umgezogen war.












