Noch fünf Tage bis zum Deutschen Derby. Noch fünf Tage, bis in Hamburg der 138. Sieger des Blauen Bandes gefeiert wird. Fünf Tage, in denen alle Aktiven des öfteren nach oben blicken. Denn Petrus hat den Hamburgern einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Starke Regenfälle haben das Horner Moor zu einem echten Sumpf gemacht.
„Das sind die vielleicht extremsten Bodenverhältnisse, auf denen ich jemals geritten habe“, kommentierte der fünffache Championjockey Andrasch Starke das Geläuf in Hamburg nach seinem Listensieg mit El Tango (Foto).
Der Jockey der Stunde weiter: „Es ist ein enormer Kraftaufwand für die Pferde. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht weiter regnet, denn sonst ist dieses Meeting hier in Gefahr.“
Und, Herr Starke, gibt es eine optimale Spur? „Ja, die gibt es. Die ist hinter der Tribüne. Nein, im Ernst. Ob außen oder innen, so etwas wie eine ideale Spur gibt es nicht. Alle Pferde müssen über den Boden, und man kann nur hoffen, dass das Pferd, was man reitet, diesen Boden kann.“
Der aufgeweichte Boden wird mit Sicherheit nach dem Geschmack der Monsun-Söhne (Persian Storm, Axxos und Eiswind) im Derbyfeld sein. Monsun-Söhne gelten in der Regel als absolute Sumpf-Spezialisten. Das krasse Gegenteil sagt man Nachkommen von Acatenango und Lando (Conillon und Prinz) nach. So heisst es zumindest. Denn mit El Tango gewann am Dienstag bei schwerem Boden ein Acatenango-Sohn den Langen Hamburger.
2005 feierte Acatenango auf weicher Bahn (der offizielle Wert von 4,3 ist inkorrekt) sogar ein 1,2, es gewann sein Sohn Nicaron vor Night Tango. Mit dem Boden klar kommen sollen nach Auskunft der jeweiligen Quartiere in jedem Fall Adlerflug und Antek.
Das ohnehin schon spannende und offene Derby wird durch die krassen Verhältnisse in Hamburg noch offener. Noch fünf Tage bis zum Deutschen Derby!












