Gerade einmal mit einer Nase Vorsprung gewann der Schlenderhaner Aviso (Foto) vor einigen Wochen den Klassiker in Köln gegen Molly Max – ein selten dramatisches Finish, bei dem alle Beteiligten eine geraume Zeit rätselten, wer denn nun überhaupt vorne gewesen war. An diesem Samstag kommt es nun im Jaxx-Pokal am ersten Tag des BMW Derby-Meetings in Hamburg-Horn zu einer Revanche dieser beiden Kontrahenten.
Zudem ist es auch von Beiden der jeweils erste Auftritt nach Köln – was zunächst nicht unbedingt so vorgesehen hatte. So hatte Trainer Jens Hirschberger für Aviso zunächst den Großen Preis der Dortmunder Wirtschaft vergangenen Sonntag ins Auge gefasst.
In jedem Falle haben sich die beiden Rennen, das in Dortmund und das in Hamburg, gegenseitig Starter weggenommen. Zwei Gruppe-III-Rennen, nur 150 Meter auseinander gelegen, in unmittelbarer zeitlicher Nachbarschaft für eine identische vierbeinige Klientel – da muss man sich nicht wundern, wenn insgesamt nur elf Pferde, fünf in Dortmund und sechs in Hamburg, an den Start gehen.
Molly Max kam für Dortmund nicht in Frage, denn Trainerin Karen Haustein hatte immer schon die Meinung vertreten, dass die Meile für den „Winterfavoriten“ die Grenze bedeuten würde.
Interessanterweise sitzen nicht mehr die Jockeys im Sattel, die in Köln tätig waren. Terry Hellier kann das für Aviso verlangte Gewicht nicht bringen, Filip Minarik steht für Molly Max aus bekannten Gründen nicht zur Verfügung. So kommt Andreas Suborics in den Genuss, den Schlenderhaner Dress, den er so viele Jahre erfolgreich getragen hat, wieder überstreifen zu können. Für den Auenqueller wurde Eddie Pedroza engagiert.
Bei den gegebenen Gewichtsvorteilen dürfte es für die vier älteren Pferde kein leichter Gang werden. Aspectus (Adrie de Vries) kann zumindest auf eine ausgezeichnete Iffezheimer Form verweisen, sein Bezwinger Banknote hat die Form in Dortmund aktuell unterstrichen.
Bei König Turf, der wieder Torsten Mundry anvertraut ist, hofft seine Umgebung auf ein schnelles Rennen, damit der Big Shuffle-Sohn seinen Speed anbringen kann. Für Signum (Jiri Palik) und Madresal (Andrasch Starke) wird es bei allem Respekt ein schwerer Gang, da wäre schon ein besseres Platzgeld ein Erfolg.











