„Wenn ein Pferd Molly Max schlagen kann, dann Rolling Home“. So der Tenor vor dem Preis der Dreijährigen in Düsseldorf. Und so kam es auch. Der Winterfavorit wurde tatsächlich „nur“ Zweiter. Als 17:10-Favorit musste sich der von Karen Haustein in Hoppegarten trainierte Big Shuffle-Sohn mit dem Ehrenrang zufrieden geben, hatte in dem erstmals über 1400 Meter gelaufenen 20.000 Euro-Rennen keine Chance gegen Rolling Home (28:10).
Der Berberis-Sieger gewann das Rennen leicht mit zwei Längen Vorsprung. Zweieinhalb Längen hinter Molly Max wurde die Stute Bahama Mama Dritte, elf Längen dahinter folgte der abgeschlagene Aleandros in dem auf vier Pferde minimierten Feld (Shanice Surprise war Nichtstarter).
Der Reihe nach: Im ersten Bogen wollte der als schwierig geltende Außenseiter Aleandros (61:10) nicht, wie Jockey Andreas Suborics, brach weg und nahm die Stute Bahama Mama (44:10) um mehrere Walzenbreiten nach außen mit.
Für die zweijährig auf Listenlevel in England siegreiche Bahama Mama war das Rennen weitestgehend gelaufen. Dass sie nach diesem Zwischenfall überhaupt noch so dicht auf endete, spricht sicher für ihre Klasse. Im Scherping-Rennen, auf zudem wohl besseren 1200 Metern, sollte das Hickst-Pferd allererste Chancen haben.
Für noch bessere Aufgaben muss man sich hingegen den Sieger Rolling Home dick anstreichen. „Wir werden ihn im Mehl Mülhens-Rennen in Köln aufbieten, ohnehin ist er ein Meiler und wird auf Distanzen um die 1600 Meter bleiben“, so Andreas Wöhler über den Dashing Blade-Sohn.
Wöhler scheint mit seinen Dreijährigen in 2007 hervorragend aufgestellt zu sein, hat mit Rolling Home und Mi Emma nun in beiden Guineas ganz heiße Eisen im Feuer.
„Er wird sich noch weiter steigern und ist ein tolles Pferd“, erläuterte Eddie Pedroza, der bei hervorragenden äußeren Bedingungen einen tollen Tag erlebte. Bei einer rundum gelungenen Veranstaltung in Düsseldorf hätte man sich nur den ein oder anderen Starter mehr in den Listenrennen gewünscht.
Die Tatsache, drei Listenrennen für Dreijährige (am Ostermontag wird in Köln ebenfalls ein Henkel-Trial mit wenigen Startern gelaufen) auf ähnlichen Distanzen (1x 1.400m, 2x 1.600m) innerhalb von nur 48 Stunden zu veranstalten, ist sicher nicht ideal und muss von Seiten der Verantwortlichen überdacht werden.











