Wettr?tsel des Abends: Das Duty Free mit Olympia-Ass

Es ist vielleicht das offenste und spannendste der Top-Events am World Cup-Tag in Dubai: 2004 sorgte Carde Ostermann-Richters Paolini für einen der bedeutendsten Erfolge der deutschen Zucht der jüngeren Vergangenheit mit seinem Halbsieg im Dubai Duty Free. Drei Jahre später ist kein bei uns trainiertes Pferd vertreten in dieser 5-Millionen-Dollar-Gruppe I-Prüfung über 1777 Meter der Grasbahn, doch hat es das Aufgebot wie stets in sich.

Und mit Formal Decree startet ein Pferd aus der Zucht des Gestüts Olympia, das sich beim Racing Carnival mit zwei Siegen und einem Ehrenplatz zu Seihali bereits einen Namen in Nad Al Sheba machte, nun allerdings zum ersten Mal auf dieser Ebene und zum ersten Mal in den Farben des Stalles Godolphin zum Einsatz kommt. Mit Kerrin McEvoy (Foto auf Warrsan) ist er bestens vertraut.

Die blaue Erfolgsflotte baut außerdem auf Best Name, den letztjährigen Arc-Vierten, der beim Comeback in Dubai noch klar unter den Erwartungen blieb, aber nun die Wahl von Lanfranco Dettori ist.

Angeführt wird das extrem starke 16er-Feld von Breeders´ Cup Mile-Sieger Miesque´s Approval aus dem amerikanischen Wolfson-Stall, der bei seinem wichtigsten Erfolg mit vier Längen die Konkurrenz abfertigte. Sicherlich braucht er hier keinen Gegner zu fürchten.

Ähnliche Aussichten besitzt der Landsmann English Channel, der im Turf Classic Invitational (Grade 1) im Oktober die Konkurrenz deklassierte, anschließend Dritter im Breeders´ Cup Turf war und als eines der besten Grasbahnpferde in den Staaten gilt.

Der brilliante Lava Man, ebenfalls aus den USA, könnte einer der Hauptdarsteller sein in diesem höchstdotierten Grasbahnrennen der Welt (gemeinsam mit dem Sheema Classic).

Der Japaner Admire Moon, Zweiter zu Pride im Hong Kong Cup, sein Landsmann Daiwa Major (Dritter zu Deep Impact und Pop Rock im Arima Kinen) und die Südafrikanerin Irridescence (Trainer Mike de Kock, im Besitz des auch bei uns bestens bekannten Team Valor und die Wahl von Weichong Marwing), die vor einem Jahr kurzfristig vom Start zurückgezogen werden musste, später u.a. den QE Cup in Hong Kong gewann und sich nach einer Kolik zuletzt als Dritte zu Seihali und Formal Decree in einem Gruppe II-Rennen in Dubai wieder zurückmeldete, sind für den Endkampf vorzumerken.

Außerdem darf man auf Mick Channons Flashy Wings (Dritter in den Matron Stakes, Gruppe I) hoffen. Herman Browns Goldene Peitsche-Sieger Linngari schlug im Al Fahidi Fort (Gruppe II) vor Ort den bereits erwähnten Vorjahresdritten Seihali (hinter David Junior) und Mike de Kocks Kapil (der Trainer hat mit drei Kandidaten das größte Aufgebot in der Partie), die nun die Revanche suchen.

Ganz so stark ist die Stute Bad Girl Runs, der dritte De Kock-Vertreter, trotz ansehnlicher Form vielleicht nicht einzuschätzen.
Und last but not least wäre da noch der Australier Pompeii Ruler, Sieger im Australian Cup, der auf den Spuren von Elvstroem wandeln könnte, der als bislang einziger „Down Under“-Pferd beim Dubai World Cup Meeting genau dieses Rennen an sich brachte.

Mystical machte ganz Indien stolz, denn bei zwei Starts blieb er beim Racing Carnival ungeschlagen, wird in seiner Heimat schon als Volksheld gefeiert, da vor ihm kein Landsmann von ihm je in Dubai erfolgreich war. Er rutschte noch spät ins Feld.

Nicht ganz ungefährlich ist der Franzose Stormy River aus dem Quartier von Nicolas Clement, der 1990 mit Saumarez den Arc gewann. Aber wie gesagt, hier kann fast jeder gewinnen im offensten Rennen des Abends.

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