3j?hrige: Mi Emma Richtung Guineas & Steinmetz ist back

‚Mich gibt es noch‘, flachste Trainer Horst Steinmetz, der nach einer ziemlich enttäuschenden Saison 2006 wieder einen versprechenden Dreijährigen in seinen Reihen zu haben scheint. Denn Stall Iron Fighters Nasibow steigerte beim ersten Versuch in diesem Jahr seine Leistungen aus 2006 deutlich und bestätigte das Vertrauen seines Betreuers im ersten Dreijährigen-Rennen am Samstag beim Mülheimer Aufgalopp.

‚Er besitzt sehr viel Stehvermögen‘, erläuterte der Coach zu dem Silvano-Sohn. ‚Der Hengst besitzt eine Derby-Nennung. Man muss jetzt sehen, was das Rennen wert war und was wir nun machen.‘

Andreas Helfenbein wartete zunächst an fünfter Stelle ab, verbesserte sich im Schlussbogen auf Rang vier, als unverändert der Pilot Song of Pride das Geschehen diktierte.

Belmundo und der hohe Favorit Emporio ließen sich kräftig anfassen. Mitte der Geraden kam Emporio an die Seite von Song of Pride, doch Nasibow machte außen den frischeren Eindruck.

Mit starken Reserven zog der 138:10-Außenseiter in Front und wehrte Emporio sicher ab. Dieser sollte bald schon mehr zeigen.

‚Ihm hat noch etwas Luft gefehlt, enttäuscht hat er nicht‘, erklärte Peter Schiergen, dessen zweiter Kandidat Belmundo sehr schwerfällig wirkte und bald ausgespielt hatte. Vor ihm landete noch Song of Pride, der vorne lange standhielt.

Schon bei der Stallparade vor wenigen Tagen hatte Trainer Andreas Wöhler einigen Mumm auf die Darboven-Stute Mi Emma (Foto rechts) gehabt, doch Zweifel gehabt, ob die Distanz von 1400 Metern beim Debut passend sei.

Doch der Erstauftritt der Silvano-Tochter (zweiter Tagessieg für den Beschäler) gestaltete sich gleich zu einer sehr ansehnlichen Angelegenheit.

Jozef Bojko, der den ersten Saisonstarter von Andreas Wöhler und seinen ersten Ritt für das neue Quartier gleich in einen Sieg ummünzte, hatte mit der erstaunlich hoch (61:10) stehenden Lady zu Anfang die vierte Position inne, während Who´re you eine flotte Fahrt diktierte.

Die heiße Favoritin und letztjährige Berberis-Zweite Kick Back war sofort auf Tuchfühlung und eroberte zu Beginn der Geraden in bester Haltung die Pole-Position. Sofort verschaffte sich die Ebbesloherin einen Vorteil, aber Mi Emma, die als einzige folgen konnte, blieb am Ball und verfügte in der Distanz über die etwas größeren Reserven. Das sah vielversprechend aus.

‚Sie ist eine feine Stute, kommt auf gutem Boden und weiterer Strecke noch besser zurecht. Das war ein Aufgalopp für den Stutenpreis in Düsseldorf in drei Wochen‘, schilderte Andreas Wöhler über die klassische Hoffnung, die sich durch diesen Auftaktr natürlich für die 1000 Guineas ins Gespräch brachte.

Kick Back enttäuschte auch in der knappen Niederlage keinesfalls. ‚Wir waren von einer sehr guten Stute geschlagen und die beiden vorderen Pferde haben sich klar abgesetzt. Das war zum Saison-Auftakt schon in Ordnung‘, so Peter Schiergen. Deutlich hinter den beiden Protagonisten stand Who´re you früh als Dritte fest.

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