Sehr gute Erinnerungen an die Neusser Sandbahn dürfte der Berliner Stall Lore von Lothar und Renate Dressel haben. Nachdem Signum hier im Frühjahr das Orsini-Rennen und vor Wochen in Bremen ein Listen-Rennen gewonnen hatte, feierte das Ehepaar im BBAG Auktionsrennen einen weiteren großen Erfolg.
Und immer, wenn es derartige Treffer zu feiern gibt, waren die engagierten Berliner nicht vor Ort. Erlebten nicht live mit, wie Pythonga den Kampf gegen den favorisierten Famous zu ihren Gunsten entschied. „Die Stute ist eine große Kämpferin, muss immer Druck erhalten und darf nie in Ruhe gelassen werden“, erklärte die Hallenser Trainerin Angelika Glodde.
Genau diese Order beherzigte Jockey Jiri Palik, der die Stute noch einmal motivieren konnte, nachdem schon viel nach einem Sieg von Famous aussah, und so die Wende schaffte. „Jetzt steht die Winterpause an, danach müssen wir erst einmal die Ausschreibungen studieren“, so Angelika Glodde.
Jiri Palik hatte die Prüfung schon im Vorjahr gewonnen, als er mit Thornbury die Gegner hinter sich ließ. Hinter den beiden Erstplatzierten, die sich in der Endphase abgesetzt hatten, kassierte die zweifache Siegerin Alinghi das dritte Geld vor Nouveau Prince, der zunächst nicht mitgekommen war, wie es Trainer Michael Sowa ausdrückte.
Gandolfino vor Grantley. Das war der gängige Tipp im Vorfeld zum Preis der R+ V/VTV Versicherung. Dieser Einlauf sollte dann auch Wirklichkeit werden, denn der von Werner Baltromei für den Ratinger Besitzers Wilhelm Hasshoff trainierte Gandolfino ließ seinem Frankfurter Gegner keine Chance.
„Am zweiten Weihnachtstag treten wir mit Gandolfino noch einmal dann, danach steht das Meeting in Cagnes-sur-mer an. Der dortige Grand Prix ist ebenso ein Fernziel wie der hier in Neuss“, erklärte der Mülheimer Trainer nach dem Rennen. „Das erwartete Ergebnis“, so das Statement von Grantleys Trainer Heinz Hesse, der „aber beim nächsten Mal die Revanche will.“
Als erstes mit einer Wild Card, d. h. auf Wunsch der BGG ins Programm genommenes Pferd sicherte sich der von Christian Sprengel in Hannover-Langenhagen trainierte Philosoph das „Rennen des Tages“. Von Maria Papke recht früh an die Spitze gebracht, hielt er im Einlauf den gut endenden Ferrario in Schach.
„Am Donnerstag habe ich mich mit den Kollegen Schnakenberg und Rotering zum Grünkohlessen getroffen, mit denen ich auch in Urlaub fahren werde, und drei Tage später haben wir je ein Rennen gewonnen“, betonte Christian Sprengel das gute Verhältnis zu seinen Kollegen.











