Turning ?Right? ? ein Gruppesieg zum Ende der Laufbahn

Nein, mit Turning Light war nun nicht zwingend zu rechnen, im vorletzten Gruppe-Rennen der Saison, einem der letzten wichtigen Stutenrennen in Europa. Denn die Konkurrenz war stark, nicht nur aus Deutschland, ganz besonders aus Frankreich, Danzon und Drosia, das waren auf dem Papier schon größere Kaliber, die an den Rhein gereist waren.

Ein glänzendes Finish von Adrie de Vries war mit die Grundlage für den Erfolg der Stute, die Trainer Mario Hofer noch einmal auf den Punkt genau in Bestform hatte. Die benötigte Turning Light aber auch, um die starke Französin Danzon unter Ex-Champion Ioritz Mendizabal auf Platz zwei zu verweisen.

Norbert Amand vom Stall Anima Negra feierte einen seiner wichtigsten Siege in der relativ kurzen Zeit, in der er im Rennsport engagiert ist, dass die im Gestüt Römerhof aufgewachsene Stute selbst gezogen ist, macht den Erfolg doppelt wertvoll. „Es war erst der zweite Gruppesieger von Fantastic Light“, merkte Manfred Hofer (Foto) an, er managt die Anima Negra-Pferde und verkündete gleich:

„Das war der letzte Start von Turning Light, sie geht in die Zucht, wird zu Monsun gebucht.“ Was für Mario Hofer schon eine kleine Überraschung war. „Das höre ich auch gerade, dass sie in die Zucht geht“, bekannte er, „aber bei einer solchen Paarung kann man ja schon wieder ein wenig träumen.“

Monsun ist auch eine logische Wahl, denn der 2004 geborene Bruder von Turning Light, Tamun, stammte auch von Monsun. Was bedauerlicherweise in der Vergangenheitsform zu formulieren ist, denn der junge Hengst, der bei Andreas Wöhler stand, ist vor einigen Wochen im Training tödlich verunglückt – er war ein herausragender Zweijähriger in Ravensberg.

Die Mutter aus der Zucht von Dr. Christoph Burmester, Dritte immerhin im Henkel-Rennen, ist 2004 nach England verkauft worden, so dass es nur logisch ist, dass Turning Light in die Zucht von Norbert Amand geht.

Turning Light hat sich in ihrer Rennkarriere stets mit dem Handicap herumschlagen müssen, dass sie nur ein Auge hat. „Das“, sagte Mario Hofer, „hat sie aber nie gestört.“ Im Finish war davon nichts zu merken, sie kämpfte wie eine Löwin, Danzon, die schon auf einer Höhe war und wie die Konkurrentin aus hinteren Regionen kam, gab sich erst auf den letzten Metern geschlagen.

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