Die Festspiele gehen weiter: Sommertag in Iffezheim

Strahlender Sonnenschein herrschte am Freitag auf der Galopprennbahn in Iffezheim. Da war es eigentlich nur logisch, dass ein Pferd wie Sommertag zum Zuge kam. Im Coolmore Stud-Baden-Baden-Cup, einem mit 30.000 Euro dotierten Listenrennen über 2000 Meter, setzte sich der Schlenderhaner Sommertag groß in Szene.

‚Die Andreas Suborics-Festspiele gehen weiter‘, meinte Rennkommentator Manfred Chapman, nachdem der Super-Jockey des Meeting seinen elften Sieg bei der Großen Woche eingefahren hatte. Vom allerletzten Platz wählte er auf dem 29:10-Favoriten die Außenspur.

Und dort ließ er beim elften Sieg die Konurrenz erzittern, denn mit gewaltigen Reserven rauschte er mit Sommertag an den Außenseiterin Spatzolita (Dave Richardson: ‚Gegen Subi gibt es einfach kein Ankommen‘) und Soul of Magic vorbei.

‚Sommertag hat durch den Start in Düsseldorf wieder Vertrauen gefunden. Er stand hier günstig im Gesicht, so dass wir auf einen Start im Preis von Schlenderhan verzichtet haben‘, erläuterte Racing Manager Paul Harley. ‚Vielleicht gehen wir mit ihm jetzt in den Preis der Deustchen Einheit nach Hoppegarten.‘

Trainer ist Peter Schiergen (Foto) in Köln, der sich ebenfalls sehr über den Erfolg freute. Baronin Karin von Ullmann erlebte den Triumph live in Iffezheim mit.

Zuletzt hatte sie ein miserables Rennen, wurde im Handicap enorm behindert, so dass die Prüfung schon in der Anfangsphase gelaufen war. Doch beim ersten Auftritt auf Listen-Parkett gab es für Gestüt Brümmerhofs La Dancia, eine Tochter von Mull of Kintyre, reichlich Entschädigung.

Denn nach maßgerechter Einteilung von Torsten Mundry, der der 141:10-Außenseiterin in der Japan Racing Association-Trophy enorme Reserven entlockte, schob sich die Stute ganz zuletzt noch nach vorne.

Bis dahin hatte es in diesem 30.000 Euro-Listenrennen über 2200 Meter noch nach einem Treffer der Favoritin Soudaine ausgesehen, doch konnte Andreas Suborics sie zum Schluss nicht mehr flott machen. Dritte wurde Ogmore Vale. Von La Dancia, die Peter Rau in Warendorf trainiert, dürfte man noch viel hören.

Ca. zwölf Pferde bereitet der gebürtige Pole Greg Wroblewski, der in Deutschland beileibe kein Unbekannter mehr ist, aktuell in Meran vor. Schon beim Harzburger Meeting bot er einige Starter auf. Persönlich kam er nicht nach Baden-Baden, hatte vielmehr Züchter Ulrich Mlodzian (‚Ich bin tief bewegt, bin eigens für dieses Pferd hierher gefahren) und den Schweizer Hans Hunziker, der ab und zu in seinem Stall ausreitet, geschickt.

Beide wurden im Preis des Murgtals (Listenrennen auf der Hürdenbahn) Zeuge einer großartigen Energieleistung von Modesto, der früher einmal bei Andrea Bertram beheimatet war.

Siberion und Modesto, der vorher an vierter Stelle gelegen hatte, verbesserten sich im Schlussbogen und übernahmen gemeinsam das Kommando. Zu Beginn der Geraden streckte Modesto bereits den Kopf in Front. Seite an Seite ging es auf die letzten beiden Sprünge, auf der Flachen war Siberion schon voraus, doch der in Meran beheimatete Jockey Antonio Ragno (‚Das Pferd hat toll gekämpft‘) gab die Partie nicht verloren und eroberte einen hauchdünnen Vorteil von einem Kopf.

Siberion unterlag in allen Ehren, scheint wieder auf dem Weg ganz nach oben. Pegasus mondrianus, der sich unterwegs zügig verbessert hatte, kam innen noch einmal wieder und wurde Dritter.

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