Beim Pferdekauf macht Manfred Hofer kaum jemand etwas vor. Die beiden Erstplatzierten des Preis der Schmuckwelten Pforzheim – BBAG-Auktionsrennen (100.000 Euro, 1200 m), dem ersten Highlight bei der Großen Woche in Iffezheim, hatte der Ex-Jockey bei der BBAG-Auktion im Vorjahr aus der Zucht von Wiesenhof-Bloodstock ausgesucht. Das Ergebnis des Rennens gab ihm völlig Recht.
Nach dem ausgezeichneten zweiten Rang im Oppenheim-Rennen in Köln war der Erfolg von Big Bertha, die bei der Auktion noch keinen Namen hatte und benannt ist nach einer Kanone aus dem Ersten Weltkrieg, kaum überraschend.
Eduardo Pedroza servierte der Tertullian-Tochter des Green Forest Stable (dahinter verbergen sich Freunde von Trainer Andreas Wöhler, der die Lady für 18.000 Euro erworben hatte) ein optimales Rennen. Aus dem Mittelfeld entwickelte die 42:10-Chance gewaltige Reserven.
In der Bahnmitte trumpfte im Einlauf Scoubidou groß auf, schien kurz gewinnen zu können. Doch in der Distanz schoss Big Bertha zwischen den anderen Stuten durch, bekam alles noch sicher geregelt.
‚Das war optimal, sie hat nur etwas geguckt, als sie vorne war. Das Rennen hatte es uns angetan. Wo es weitergeht, kann ich noch nicht sagen‘, signalisierte Andreas Wöhler (Foto).
Scoubidou kam innen noch einmal wieder, war am Ende nur eine halbe Länge zurück. ‚Wir hatten sofort eine gute Lage, sie zog zum Schluss noch einmal gut an, kann auch weitere Wege‘, erläuterte Jockey Adrie de Vries. Selam musste außen erst spät zurückstecken. ‚Sie ist gut gelaufen, aber die zwei Kilo mehr als Gegnerinnen haben sich doch ausgewirkt‘, sagte Urs Suter.
Sybillia kam erst spät besser ins Bild, hatte nicht immer Platz und unterlag für Rang drei hauchdünn. ‚Das war für eine Debutantin anständig. Einen Moment hatte sie keine freie Bahn. Vor ihr waren nur routinierte Pferde‘, ließ Mario Hofer durchblicken. Big Bertha verdiente nun auf einen Schlag 50.000 Euro, hat damit ihren Ankaufspreis mehr als amortisiert.
Im Haniel-Rennen, einem Ausgleich II, behauptete sich der Park Wiedinger Dragon Fly nach einem Glanzritt von Andreas Suborics, der vom letzten Platz gekommen war, gegen Carus und Arkando.










