Sein Erfolg im Jaxx-Pokal (Gruppe III) in Hamburg machte sehr viel Eindruck. Wie auf Knopfdruck schnellte der Fährhofer Lateral (Foto) von der Konkurrenz weg, kehrte nach der ein oder anderen doch schon ein wenig ernüchternden Vorstellung in der aktuellen Saison wieder auf die Siegerstraße zurück.
Am Sonntag präsentiert sich der einstige Spitzenzweijährige unter Stalljockey William Mongil noch einmal in Deutschland, bevor er möglicherweise in absehbarer Zeit wieder internationale Ziele ansteuert.
Anlaufstation ist die Oppenheim Pramerica Meile, ein mit 50.000 Euro ausgestattetes Gruppe III-Rennen über die Meile in Köln. Racing Manager Simon Stokes: „Lateral hat das Rennen in Hamburg sehr gut weggesteckt. Wir sind mit ihm alle sehr zufrieden. Wir hoffen auf eine ähnlich gute Vorstellung wie in Hamburg.“
Allerdings hat Simon Stokes auch Respekt vor einem Konkurrenten, der sich zum ersten Mal nach einer einjährigen Pause wieder vorstellt, der letztjährige Mehl-Mülhens-Sieger Santiago. „Er ist natürlich 2005 ein Spitzenpferd über die Meile gewesen. Auch wenn er sein Jahresdebut gibt, muss man sich mit ihm rechnen“, glaubt Stokes.
Nun gilt es Santiago & Co zu bezwingen. Der von Uwe Ostmann trainierte Schimmel, der in der pferdewetten.de-Trophy 2005 auf diesem Kurs nur an einem sehr unglücklichen Rennverlauf scheiterte, wurde gesundheitlich immer wieder zurückgeworfen. Im Sattel wird natürlich Stalljockey Andreas Boschert sitzen.
Köln stand eigentlich erst gar nicht auf der Agenda von Shapira. Die frühere Guineas-Siegerin hatte Frankreich im Visier. „Ich bin froh, dass wir die Reise nach Deauville gecancelt haben. Jetzt sieht es so aus, als würde Shapira auf passende Bedingungen treffen“, sagt Trainer Andreas Löwe über die von Andreas Helfenbein zu reitende Lady.
Ein prominenter Reiter wurde für die zweite Schiergen-Waffe verpflichtet, Andrasch Starke, also der Jockey, der vor zwei Wochen mit Schiaparelli das BMW 137. Deutsche Derby gewann und am vergangenen Sonntag mit Lord of England den Großen Dallmayr-Preis für sich entschied, sitzt im Sattel des Ebbeslohers Silex, der allerdings in Hamburg schon keine Chance besaß.
Auch Willingly (Adrie de Vries) endete in Horn deutlich vor dem Dreijährigen. Der äußerst zuverlässige und auch im Alter von sieben Jahre sehr leistungsbereite Hengst aus dem Stall von Michael Trybuhl hätte einen Erfolg auf diesem Level längst wieder verdient, doch ist eine Formumkehr gegen Lateral kaum vorstellbar.
Einziger Gast ist der Ire Common World aus dem Stall von Tom Hogan, für den Terry Hellier verpflichtet wurde. Man kennt den ebenfalls schon Siebenjährigen noch von seinem Erfolg im Großen Preis der WestLB im vergangenen Herbst in Düsseldorf. Auch die jüngste Form in einem Gruppe III-Rennen in Sandown war sehr solide.










