Gruppe I-Schocker: Lord siegt und Arcadio nur Letzter!

‚Ich wollte endlich einmal in München ein gescheites Rennen gewinnen. Deshalb sind wir heute hierher gekommen‘, flachste Trainer Mario Hofer nach dem Großen Dallmayr-Preis, dem bedeutendsten Rennen der Saison in Riem.

Grund zu bester Laune hatte der Krefelder Coach, denn in diesem mit 155.000 Euro dotierten Rennen erlebte Stall Lucky Owners Lord of England seine bisherige Sternstunde.

Dagegeben gab es für den auf 18:10 heruntergewetteten Schlenderhaner Arcadio ein Waterloo, endete der Favorit mit Andreas Suborics nur auf einem enttäuschenden letzten (!) Platz in diesem 2000 Meter-Gruppe I-Rennen.

Doch der Reihe nach. Andrasch Starke servierte dem Dashing Blade-Sohn Lord of England, der nur mit viel Pech den Sieg im klassischen Mehl-Mülhens-Rennen verpasst hatte, ein optimales Rennen. Und das trotz eines sehr taktischen Verlaufs, dem vielleichet vor allem Arcadio zum Opfer fiel.

Die Diana-Siegerin Almerita machte es vorne unter Alain Munro sehr, sehr ruhig. Dahinter erwischte Starke mit Lord of England, der als 43:10-Mitfavorit im kleinen Fünferfeld unterwegs war, eine ideale Ausgangslage vor Fight Club, Laverock und Arcadio am Schluss.

An dieser Reihenfolge änderte sich bis zur Geraden nicht das Geringste. Arcadio sah man immer noch ganz hinten. Im Einlauf verteidigte sich Almerita vorne zunächst nach Kräften, auch wenn Lord og England und Fight Club attackierten. Doch in der Distanz entlockte Starke dem Dreijährigen Lord of England riesige Reserven, die zu einem sicheren Erfolg mit einer Länge Vorsprung ausreichten.

Laverock (Miguel Blancpain) rauschte noch auf Platz zwei, dabei ‚war das Rennen zu langsam für ihn‘, wie es aus seinem Lager hieß. Almerita (Waldemar Hickst: ‚Sie sollte vorne gehen, wenn kein anderer das Tempo machen wollte, das war sehr gut‘) rettete Platz drei gegen Fight Club, der dichtauf war.

Und Arcadio? Der trudelte sang- und klanglos als Letzter ein. Trainer Peter Schiergen und Racing Manager Paul Harley wirkten völlig konsterniert. ‚Dass es so wenig Tempo geben würde, konnte man nicht ahnen‘, versuchte Schiergen eine Erklärung zu finden.

Dagegen war das Team um Lord of England natürlich bester Stimmung. ‚Ein ganz tolles Pferd, aber auch ein perfekter Ritt. Jetzt wollen wir erst einmal sehen, was wir machen, aber er kann alles von 1600 bis 2000 Metern‘, signalisierte Mario Hofer vor über 19.000 begeisterten Zuschauern.

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