Die King George f?r Hurricane Run: Er bleibt der Weltbeste

Die Herausfoderer kamen in Gestalt von Hearts Cry sogar aus Japan. Auch Dubai World Cup-Sieger Electrocutionist wollte Hurricane Run in den King George VI and Queen Elizabeth Diamond Stakes in die Knie zwingen. Doch der Arc-Sieger aus dem Stall von Andre Fabre ließ dies nicht zu. In der Manier eines Weltchampions eroberte er nun auch England.

Es war ein Finish, das zu den mitreißesten in der Geschichte der ‚King George‘ gehören dürfte. Obschon nur sechs Pferde am Start waren und somit das kleinste Feld seit Jahrzehnten. Doch es war die Qualität der Favoritengruppe, die in dieser mit 750.000 Pfund dortierten Gruppe-I-Prüfung für die fehlende Quantität entschädigte.

Nachdem erwartungsgemäß Cherry Mix und somit immerhin ein einstiger Zweiter aus dem Arc für die Pace gesorgt hatte, bekam der unterwegs stets an zweiter Stelle galoppierende Hurricane Run im letzten Bogen urplötzlich Probleme. Christophe Soumillon, der den Ritt auf dem Fabre-Schützling bekanntlich durch Fallons Sperre bekommen hatte, musste sich mächtig rühren. Für viele schienen die Felle des 18:10-Favoriten zu diesem Zeitpunkt wegzuschwimmen.

Locker und leicht tauchte dagegen Electrocutionist auf, auch Heart’s Cry war im Einlauf schnell in Position. Überraschend lange verteidigte sich Godolphins Pacemaker Cherry Mix, doch dann schien alles auf einen Zweikampf zwischen Electrocutionist und Heart’s Cry hinauszulaufen.

Doch weit gefehlt! Christophe Soumillon wollte sich nicht blamieren, nicht hinter Fallon zurückstehen. Der amtierende französische Championjockey ritt das Finish seines Lebens. Er setzte Hurricane Run zwischen den beiden Godolphin-Pferden ein und tatsächlich bekam er mit dem Arc-Sieger das Rennen noch gedreht.

Zweimal eine halbe Länge notierte der Richter auf den ersten drei Plätzen. Electrocutionist hielt die japanische Herausforderung für Rang zwei in Schach. Zu den ersten Gratulanten im Absattelring zählte Dietrich von Boetticher, der den Montjeu-Sohn in seinem Gestüt Ammerland gezogen hat. Er bedankte sich bei Christophe Soumillon mit einem Kuss.

Wie immer schweigend und mit ernster Miene beobachtete Trainer Andre Fabre die Szenarien im Winner Circle von Ascot. Das französische Trainer-Genie hatte sich erst nach langem Zögern für einen Start seines Champions entschieden. Er sattelte nun seinen ersten King-George-Sieger. Und für Christophe Soumillon war es sogar der erste Treffer in Ascot. Und gleich was für einer.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
So., 01.02.Dortmund (S)
So., 22.02.Dortmund (S)
So., 08.03.Dortmund (S)
So., 22.03.Mülheim
Sa., 28.03.Mannheim
So., 29.03.Düsseldorf
Galopprennen in Frankreich
Do., 22.01.Deauville
Fr., 23.01.Deauville, Pau
Sa., 24.01.Cagnes-sur-Mer (F), Pornichet
So., 25.01.Keine Galopprennen (Prix d’Amerique)
Mo., 26.01.Cagnes-sur-Mer (F)
Di., 27.01.Cagnes-sur-Mer (F), Pornichet