Zehn Pferde in einem Zweijährigen-Rennen – das hatte es in dieser Saison bislang nicht gegeben. Doch am Freitag war der BMW Hamburg-Dresden Pokal auch zahlenmäßig bestens besetzt. Und man dürfte in dieser Prüfung richtig talentierte Youngsters erlebt haben.
‚Das war ein Herzschlagfinale‘, meinte Rennkommentator Manfred Chapman, nachdem zwei Pferde Kopf an Kopf nach 1400 Metern dieses mit 7000 Euro dotierten Rennens die Ziellinie überquert hatte.
Hauchdünn behielt Global Dream aus dem Stall von Uwe Ostmann die Oberhand gegen den Ittlinger Kaleo. Während der Auenqueller noch sehr grün wirkte und über die Bahnbreite wegbrach, hatte Kaleo nicht immer freie Bahn, ehe er groß anpackte.
Beide Pferde waren nur durch eine Nase voneinander getrennt, Andreas Suborics hatte auf Global Dream wieder einmal das bessere Ende. ‚Aus der äußeren Box ging alles nicht so leicht, er war auch etwas früh vorne. Jetzt steuern wir die Maurice Lacroix-Trophy in Baden-Baden an, die jetzt über 1400 Meter führt‘, erläuterte Trainer Uwe Ostmann.
Damit hatte zum zweiten Mal an diesem Nachmittag Uwe Ostmann den Kollegen Andreas Wöhler knapp bezwungen, denn in einem Altersgewichtsrennen für die Sprinter rettete sich die heiße Favoritin Fantastica (Filip Minarik) gegen Polish Magic ins Ziel.
Sensationell viel Geld gab es auf die Dreierwette im zweiten Rennen, einem Ausgleich IV: Crazy Bold – Fiorita – Arana, auf diese Vorhersage gab es 114.994:10 Euro!
Erst seit wenigen Monaten arbeitet Karen Haustein als Trainerin in Hoppegarten. Vor rund zehn Jahren ritt sie zum letzten Mal im Rennen, nun bewies die Auenquelle-Betreuerin, dass sie nicht das Geringste verlernt hat.
Im beliebten Trainerreiten schlug sie auf Stall Australias Rapa Nui (Foto, 160:10) allen ein Schnippchen, verwies Sascha Smrczek mit Schelm und Kevin Woodburn mit Lygos auf die Plätze. Peter Schiergen kam mit dem heißen Favoriten Kontinent nicht über Rang fünf hinaus.
Dafür durfte Schiergen Gestüt Bonas Zent nach dem Hürdenrennen als Sieger in Empfang nehmen. Im Marsh-Rennen erlebten die Besucher ein faszinierendes Duell zwischen dem 17:10-Favoriten unter Paul Johnson und dem nach einem Sehnenschaden erstmals nach zwei Jahren wieder aufgebotenen Pocci, aus dem Zent mit einem Hals-Vorsprung hervorging.
‚Jetzt steuern wir mit ihm Bad Harzburg an, Herr Harzheim hat viel Spaß an den Hindernisrennen in Deutschland‘, eklärte der Coach. Der Sturz von Raoul Dygas mit Spring Junior blieb ohne Folgen.
Der riesige Viererwetten-Jackpot von 26.000 Euro im achten Rennen wurde nicht geknackt. Den Einlauf El Vettorio (zweiter Tagessieg für Christian Sprengel) – Drax- Cherie – Indian Shuffle hatte niemand vorhergesagt. Knapp 60.000 Euro in einem neuen Jackpot können jetzt erst im nächsten Jahr ausgespielt werden.
In den zehn Prüfungen flossen 505.811 Euro durch die Kassen. 112.000 Euro kamen allein in dem Jackpot-Rennen zustande, dennoch lag man bei heißer Witterung unter dem Vorjahresergebnis von ca. 580.000 Euro.










