Mit wenig aufregenden Leistungen beendete Sexy Lady ihre Laufbahn als Zweijährige. Die Danehill Dancer-Tochter des Gestüts Ittlingen kam 2005 also noch nicht so recht vorwärts. Doch seit Saisonbeginn 2006 stehen die Ampeln bei ihr nur noch auf Grün. Vier Starts, vier Siege – das ist die großartige Ausbeute der Fuchsstute.
Immer weiter verbesserte sich die Stute mit dem einpräsamen Namen bislang, der Erfolg im Festa-Rennen in Iffezheim markierte einen vorübergehenden Höhepunkt. Doch es kam noch besser: Im Prix Chloe, einem Gruppe III-Rennen in Maisons-Laffitte, überquerte sie zunächst als Zweite die Ziellinie, doch nach Disqualifikation der Siegerin kam sie völlig unblutig zum vierten Treffer in Serie.
Und die Serie könnte am Mittwoch durchaus weitergehen. Dann steht bei der BMW Derby-Woche der Alice-Cup an, der ehemalige Fährhofer Stutenpreis, eine Gruppe III-Prüfung (50.000 Euro) über 1600 Meter. Es wird ein hochinteressanter Vergleich zwischen dreijährigen und älteren Stuten. Von den deutschen Ladies dürfte der Schützling von Peter Rau mit Torsten Mundry (Foto) im Sattel sicherlich die besten Referenzen ins Feld führen, das sich mit zwölf Teilnehmerinnen auch zahlenmäßig sehen lassen kann.
Dass es 167:10 als Siegquote auf ein Pferd aus dem Stall von Trainer Peter Schiergen gibt, dürfte zu den Raritäten gehören. Doch Norwegian Pride, eine Import-Stute, zeigte in ihrer neuen Heimat zum ersten Mal, was in ihr steckt. In einem Listenrennen in München bewies die Diktat-Tochter, die nun Stalljockey William Mongil steuern wird, große Reserven und verwies die Auenquellerin Molly Art (nun unter Andreas Suborics), die ein sehr zuverlässiges Pferd auf hoher Ebene geworden ist, auf den Ehrenplatz.
Beide Pferde treffen sich unter identischen Bedingungen wieder, gehören sicher zu den Endkampfkandidatinnen in Horn. Dagegen bewältigte Deauville (Victor Schulepov gewann für Erika Mäder schon ein Listenrennen in Dresden mit Cliffrose) den Sprung im selben Rennen in Riem noch nicht.
Einen mehr als unglücklichen Rennverlauf erwischte Jalta zuletzt, die Stallgefährtin von Derbysieger Nicaron könnte unter Andreas Helfenbein durchaus wieder an ihre starken Zweijährigen-Formen anknüpfen. Annatira (Johan Victoire), Birthday Art (Wladimir Panov), Amateis (Jozef Bojko), eine Trainingsgefährtin von Sexy Lady, Madura (Jean-Pierre Carvalho) und Zackmünde (Jiri Palik)sind ebenfalls auf der Suche nach Black Type.
Zwei Gaststuten stellen sich unseren Pferdedamen in den Weg: William Haggas, u.a. der Betreuer des früheren Mehl-Mülhens-Rennen-Siegers Brunel, schickt die Vierjährige Squaw Dance, eine frische Siegerin in Hamilton, nach Hamburg und vertraut auf Andrasch Starke als Jockey. Interessant: Die Stute gehört Ex-Racing Post-Korrespondent Tony Hirschfeld, aber auch Jockey-Legende Lester Piggott, der Schwiegervater des Trainers, ist Mitbesitzer.
Sogar als 14-fache Siegerin (so die Information ihres Trainers Wido Neuroth), viermal auf Listen-Level, greift die Norwegerin Funny Legend (Fredrik Johansson) ins Geschehen ein. In ihrer Heimat war sie sogar schon gruppeplatziert zu Jubilation, die am Samstag nach sehr ungünstigem Rennen Fünfte im Jaxx-Pokal war.
Acht Prüfungen umasst die Abendkarte am Mittwoch in Horn, wo man auch ein Hürdenrennen und ein Nachwuchsreiten präsentieren kann.










