1994 und 1995, also vor zwölf bzw. elf Jahren, gewannen Laroche bzw. All My Dreams die wichtige Derby-Vorprüfung in Dresden, wenige Wochen später triumphierten sie im BMW Deutschen Derby. Natürlich ist seither viel Wasser die Elbe hinuntergeflossen, doch der Stellenwert des inzwischen unter Großer Freiberger Premium-Preis (81. Dresdner Preis der Dreijährigen) firmierenden Listenrennens über 2200 Meter liegt unverändert hoch.
Bestes Beispiel ist Vorjahressieger Night Tango, der anschließend auf dem Horner Moor nur an Nicaron scheiterte, beinahe zum dritten Doppelsieger dieser Rennen avanviert wäre. Leider präsentiert sich am Samstag nur ein relativ übersichtliches Feld dem Publikum auf der Bahn in Seidnitz. Nur fünf Kandidaten rücken in die Boxen ein.
Doppelt vertreten ist Mario Hofer, der ähnlich wie vor zwölf Monaten mit Night Tango erneut aufs Siegertreppchen möchte. Etwas überraschend wirkt die Reiterverteilung, denn Stalljockey Andrasch Starke reitet den noch sieglosen, aber höher eingeschätzten Atamane, während Jean-Pierre Carvalho (Foto) den Ritt auf Elcanos bekommt. Doch der Trainer stellt klar: „Jean-Pierre hat schon zweimal mit Elcanos gewonnen, deshalb sitzt er im Sattel.“
Platz vier zuletzt im Mülheimer Derby-Trial war sicherlich nicht das, was man sich versprochen hatte, doch entwickelte sich für den zuvor in dieser Saison noch ungeschlagenen Acatenango-Sohn der Rennverlauf wenig günstig.
Unter den Erwartungen blieb auch der Röttgener Dickens (Adrie de Vries) in Hannover, der in der Maidenklasse noch in toller Manier u.a. Atamane bezwungen hatte. Trainer Hans-Albert Blume und seine Mannschaft trauen dem Kallisto-Sohn allerdings deutlich mehr zu.
Nach dem Eindruck von der Neuen Bult könnte aber auch diesmal Felino (Torsten Mundry) vor ihm einkommen. Der Generous-Sohn, der als einziger nicht im Derby laufen kann, da er Wallach ist, vertritt das Team des Ittlingers Donaldson, der hier vor einem Jahr als Zweiter disqualifiziert wurde und am vergangenen Sonntag zum Gruppe I-Sieger im Deutschlandpreis in Düsseldorf aufstieg.
Nur erste und zweite Plätze hat Sadler´s Star (Eduardo Pedroza) aus dem Quartier von Hans-Jürgen Gröschel in seinem Formenspiegel. In einem Iffezheimer Handicap schien der Alwuhush-Sohn schon hinzukommen, ging eigentlich immer wie der Sieger, doch wurde er zum Schluss noch von einem älteren Gegner gestellt.
Neun Prüfungen erwarten die Turffreunde zum Auftakt des großen Dresdener Meetings (24 Stunden später geht es weiter). Gleich zweimal tritt der Derby-Jahrgang noch im Rahmenprogramm in Erscheinung. Hinzu kommt ein Ausgleich II über 1500 Meter. Viel mehr kann man an einem Samstag kaum bieten. Günstig auswirken dürfte sich zudem der Umstand, dass man diesmal Alleinveranstalter ist.











