Zwei Meetings gibt es in England, die alles überstrahlen, die für ausverkaufte Tribünen und ein gewaltiges Medienecho sorgen, die täglich Sport vom Feinsten bieten: Das „Festival“ der Hindernispferde in Chel-tenham und Royal Ascot, das an diesem Dienstag beginnt. In diesem Jahr natürlich unter besonderen Vorzeichen, denn in den vergangenen Monaten wurde die Rennbahn in Ascot für 200 Millionen Pfund (rund 300 Millionen Euro) komplett überholt.
An diesem Dienstag werden sicher fünfmal so viele Besucher vor Ort sein, um die ultramoderne Rennbahn in Augenschein zu nehmen. Aus deutscher Sicht werden der Mittwoch und der Freitag des fünf Tage umfassenden Meetings besonders interessant sein.
Georg von Ullmanns Manduro (Foto) ist für umgerechnet rund 37 000 Euro für die Prince of Wales’s Stakes am Mittwoch nachgenannt worden, doch wird es für den von Andre Fabre trainierten Monsun-Sohn ein heißer Tanz.
Sieben Pferde sollen in dem Gruppe I-Rennen über 2000 Meter laufen, als Favorit wird bei den Buchmachern derzeit David Junior (Jamie Spencer) gehandelt. Der Sieger aus dem Dubai Duty Free, der seitdem nicht mehr am Start war, wird zu Kursen von 7:4 notiert.
Trainer Brian Meehan zeigte sich vor dem mit umgerechnet rund 330 000 Euro dotierten Rennen mehr als zuversichtlich. Der schärfste Gegner könnte der Godolphin-Vertreter Electrocutionist werden, der ebenfalls seit Dubai nicht mehr am Start war, dort zweimal auf Sand gewann, zuletzt natürlich den World Cup.
Frankie Dettori reitet den Fünfjährigen und im Team von Trainer Saeed bin Suroor ist wieder Zuversicht eingekehrt, nachdem die Stallform doch merklich nach oben zeigt. Ouija Board, zuletzt Zweite hinter Shirocco in Epsom, wird mit Olivier Peslier laufen, da Kieren Fallon für Ballydoyle Ace reiten muss.
Komplettiert wird das Feld durch Notnowcato (Michael Kinane) und den Franzosen Corre Caminos (Thierry Jarnet), auf den Manduro bei allen seinen drei Starts dieses Jahr getroffen ist – es steht 2:1 für den Ullmann-Hengst, den Christophe Soumillon reitet. Wenn er auf den Spuren von Sumitas wandelt, der 2000 in diesem Rennen hinter Dubai Millennium Zweiter war, wäre man sicher nicht unzufrieden.
Am selben Tag wird es für Stall Granums Shapira ebenfalls ernst, sie gibt in den Windsor Forest Stakes (Gruppe II, 1600 m) ihr Saisondebut. Im Sattel sitzt Olivier Peslier. 13 Ladies sind noch unter Order, darunter auch die Super-Stute Soviet Song.










