Im Vorfeld schien das Duell zwischen Arcadio, dem Schlenderhaner Ass und Sieger des Badener Grand Prix, und Soldier Hollow, dem mehrfachen Gruppe I-Sieger des Gestüts Park Wiedingen, völlig offen zu sein.
Doch die Wetter bezogen ganz klar Stellung, machten Arcadio (Foto) zum 15:10-Favoriten, während der Konkurrent aus dem eigenen Stall zu einer Quote von 33:10 an den Start der pferdewetten.de-Trophy ging.
Das mit 65.000 Euro ausgestattete Gruppe II-Rennen über die Meile, eine ungewohnte Distanz für beide Kandidaten aus dem Stall von Peter Schiergen, versammelte schließlich nur sechs Pferde am Ablauf, Idealist war erwartungsgemäß gestrichen worden. Und dennoch ergab sich ein faszinierendes Rennen, in dem die Wetter Recht behalten sollten.
Madresal, das dritte Schiergen-Pferd im Bunde, diktierte eine zwar nicht schnelle, aber adäquate Pace vor Willingly und Soldier Hollow. Arcadio lag als Vierter schon ein einige Längen hinter diesem Trio.
Soldier Hollow eroberte Mitte der Geraden mit Terry Hellier die Spitze und verschaffte sich schnell einen Vorteil, schien damit eigentlich schon nach Hause kommen zu können. Doch Hellier hatte die Initiative vielleicht ein wenig früh übernommen.
Plötzlich zündete der Turbo von Arcadio. An der Außenseite packte der Favorit in der Distanz riesig an, doch der Weg nach vorne war noch weit.
Aber Andreas Suborics, dem derzeit alles gelingt, machte den Schlenderhaner noch so flott, dass er mit einem Hals an dem Superstar von Helmut von Finck vorbeiflog.
‚Ich wollte es ihm so leicht wie möglich machen, das Tempo war erwartungsgemäß nicht schnell. Er hat aber auch den Speed und die Klasse, um über die Meile zu bestehen‘, signalisierte Andreas Suborics über Arcadio, eines der besten Pferde in Deutschland.
Soldier Hollow schlug sich tapfer, auch wenn er laut Terry Hellier ‚auf den letzten 200 Metern nicht mehr weiterkam‘. Gut möglich, dass es im Großen Dallmayr-Preis zum nächsten Aufeinandertreffen der beiden Cracks kommt. Im letzten Jahr ging dieses bekanntlich an Soldier Hollow.
Anderthalb Längen hinter dem Soldier verkaufte sich Lazio als Dritter ausgezeichnet, blieb vor Apeiron, Willingly und Madresal. Fazit: Auch Sechs-Pferd-Rennen können packend sein, dank Cracks wie Arcadio und Soldier Hollow!
Bei sommerlichen Temperaturen fiel der Besuch (auch angesichts der Fußball-Konkurrenz) etwas übersichtlicher als gewohnt aus. 255.996,50 Euro flossen in den acht Rennen durch die Kassen.










