Knapp ein Jahr liegt es zurück, da zweifelte kaum jemand an einem Triumph des Schlenderhaners Idealist im Mehl-Mülhens-Rennen. Nach dem beeindruckenden Erfolg im Krefelder Busch-Memorial 2005 schien der Tiger Hill-Sohn im Kölner Klassiker der absolute Topfavorit, notierte auch zu einem Kurs von 19:10.
Doch auf der Zielgeraden folgte die Ernüchterung: Idealist (Foto) hatte urplötzlich von einem Galoppsprung auf den anderen ausgespielt, landete als Vierter zehn Längen hinter dem Sieger Santiago.
Seither warteten die Turffans vergeblich auf den Hengst. Das Schlenderhan-Team gab ihm alle Zeit der Welt, wartete nahezu ein Jahr ab, doch am Montag ist diese Phase vorbei. Dann meldet sich Idealist in Bremen zurück.
Ausgesucht hat man für den Schützling von Peter Schiergen eine Prüfung, die eigentlich in Köln über die Bühne gehen sollte. Doch wurde die Excelsior Hotel Ernst-Meile kurzerhand nach Bremen verlegt, nachdem man in der Vahr zugunsten der Domstadt auf einen Parallel-Ausgleich I gewartet hat.
Unter dem Titel Carl Büttner 150 Jahre Jubiläums-Cup (20.000 Euro, 1600 m) wird das Rennen nun gelaufen. Und die Fans des Sports dürfen sich schon jetzt freuen, denn es handelt sich um ein Listenrennen mit Gruppe-Besetzung.
Ein Spaziergang wird es keineswegs, denn mehrere Teilnehmer haben neben Idealist auf Gruppe-Ebene bereits gewonnen oder zumindest überzeugt. Wie Christian Sprengels König Turf, der zum Saisonschluss eine tolle Bilanz mit dem Erfolg im Großen Preis der Freien Hansestadt Bremen krönte, mit dem Kurs also bestens zurechtkommt. Lennart Hammer-Hansen reist für den Ritt eigens aus Skandinavien an.
Aber auch Lazio (Terry Hellier), ehemals sogar platziert im Mehl-Mülhens-Rennen, ist eine feste Größe auf Gruppe-Level, müsste also hier ebenfalls mit besten Chancen engagiert sein. Eine tragende Rolle könnte außerdem Eckhard Saurens Apeiron spielen.
Sogar noch deutlich mehr Geld zu verdienen gibt es im Nordtreuhand BBAG Auktionsrennen (50.000 Euro, 1600 m) für Pferde, die auf einer deutschen Versteigerung angeboten wurden. Mit dieser Prüfung hat man in der Vahr voll ins Schwarze getroffen. Sage und schreibe 15 Kandidaten rücken hier in die Boxen ein.
Hier könnten die Sauren-Farben ebenfalls chancenreich vertreten sein, denn der Dashing Blade-Sohn Saldenblatt (Andrasch Starke) imponierte zuletzt in einem Maidenrennen mit 14 Längen Vorsprung. Auch auf ihn hat der Coach einigen „Mumm“, zumal er noch Gewicht von einigen Konkurrenten bekommt. Ob man es anschließend im Mehl-Mülhens-Rennen versucht, ist nach Angaben des Betreuers noch offen.
Acht Prüfungen stehen insgesamt auf dem Programm, noch zwei weitere Male kommt der Derby-Jahrgang zum Einsatz.
Ein genauer Blick auf das achte Rennen lohnt sich. Hier gibt es zwar keine Dreierwette, doch lockt in der Viererwette ein Jackpot von 13.166,22 Euro!











