Es ist ein Rennen, auf das viele Ställe monatelang hingearbeitet haben, die 86. German 1000 Guineas. Wie auch immer, es geht um 165 000 Euro über 1600 Meter der keinesfalls einfach zu bewältigenden Grafenberger Bahn, ist mithin eine besondere Herausforderung für Ross und Reiter.
Ganz besonders bei der diesjährigen Ausgabe des faszinierenden Rennens, denn schon bei der Suche nach einer möglichen Totofavoritin tut man sich nicht leicht. Almerita, die in Köln den Stutenpreis gewonnen hat? Die Königstiger-Schwester Karavel, Dritte in der „Winterkönigin“, vielleicht die Nummer eins aus dem Trio von Peter Schiergen.
Lasira oder Lolita, beide aktuell vor Ort erfolgreich? Oder doch eine der beiden Engländerinnen, Rajeem oder Violette, die von erfahrenen Professionals gesattelt werden, die oft genug in Deutschland auf Beutezug waren?
Almerita gehört zu den ersten Anwärterinnen auf einen vorderen Platz. Schon im vergangenen Jahr zählte sie zur Spitzengruppe des Jahrgangs, unterstrich das mit einem leichten Sieg im Kölner Frühjahrs-Stutenpreis.
Aus Weidenpesch schickt Champion Peter Schiergen drei Stuten Richtung Grafenberg. Mit der Schlenderhanerin Karavel ist man letzte Woche einmal dorthin gefahren, „damit sie den Kurs kennen lernt“, so der Trainer.
Aus dem Duo Tech Engine-Lasira hat sich William Mongil für die Ebbesloherin entschieden. Das Kölner Aufgebot komplettieren mit Lolita (Foto, Andreas Helfenbein) und Directa (Adrie de Vries) die beiden Stuten von Andreas Löwe, der die 1000 Guineas in den letzten Jahren zweimal gewinnen konnte.
Dreimal ist auch Mario Hofer vertreten, mit Madura (Andrasch Starke), Mrs Snow (Terry Hellier) und Manda Honor (Stanley Chin).
Peter Rau, durch Anna Monda so etwas wie er Titelverteidiger des Rennens, hätte sich für Amateis (Torsten Mundry) einen Aufbaustart gewünscht. Bei Fantastica (Andreas Boschert) geht es sicher auch um das Stehvermögen.
Für Shaheen (Alexander Pietsch), die das deutsche Dutzend komplettiert, hängen die Trauben doch sehr hoch.
Hochkarätige Gäste kommen aus dem Ausland. Clive Brittain hat sich durch die beiden Siege von Warrsan im Großen Preis von Baden in die Historie eingetragen. Und mit Crimplene im Jahre 2000 den Düsseldorfer Klassiker gewonnen.
Sie stand im Besitz von Saeed Manana, wie auch seine aktuelle Starterin Rajeem (läuft allerdings im Darley-Dress), die er unter Ted Durcan mit viel Mumm über den Kanal schickt. Wichtig wäre weicher Boden.“
Damit kann man dienen, was Sir Mark Prescott, dessen Stallungen nur einen Steinwurf von denen von Brittain entfernt liegen, weniger gefallen würde. „Ich fürchte, dass es bei durchlässigem Geläuf etwas Probleme mit dem Stehvermögen gibt“, sagt er zu seiner Kandidatin Violette (Seb Sanders), „aber sie ist die Stute mit dem höchsten Rating im Feld, ihre Form kann sich sehen lassen.
Es ist also ein echtes „Wett“-Rennen, dieser pferdewetten.de-Stutenpreis, auch der Rahmen stimmt. Aus ihm ragt ein stark besetzter Ausgleich I über 1400 Meter heraus, gerade derartige Handicaps werden aktuell nicht unbedingt häufig ausgeschrieben.










