Zum ersten ganz wichtigen Test der einheimischen Grand-Prix-Klasse über die Derbydistanz kommt es am Montag im 71. Gerling-Preis in Köln. Die erste Garnitur war bereits in Bremen in den Albers German Turf Open am Ablauf, musste dort eine Schlappe durch einen Gast hinnehmen, der eigentlich so recht noch keiner war:
Helen Chamberlains Birkspiel, der erst seit wenigen Wochen auf den traditionsreichen Epsom Downs von Simon Dow betreut wird, zuvor in Ravensberg stand. „Das war schon ein sehr guter Ankauf“, meint der Trainer zu dem Singspiel-Sohn, „wir hoffen natürlich, dass der Boden wie in Bremen durchlässig ist, den bevorzugt er.“
Den wird er bei der aktuellen Witterung wohl auch antreffen und mit Darryll Holland, der den Hengst in der Vahr auf den Punkt genau brachte, konnte der Erfolgsreiter wieder gebucht werden.
Hinter den meisten einheimischen Kandidaten steht doch ein kleines Fragezeichen. Auch hinter Derbysieger Nicaron, der, wie schon einmal zweijährig, Andreas Boschert anvertraut ist.
Altersgefährten von Nicaron sind die im Derby hinter ihm platzierten Harar und All Spirit, der St. Leger-Sieger El Tango sowie Wurftaube.
Peter Schiergen sattelt El Tango (William Mongil) und Bailamos (Filip Minarik) mit einiger Zuversicht: „Mit El Tango sind wir im letzten Jahr ganz bewusst die kleine Route gegangen, das hat er uns gedankt. Ich bin sicher, dass er sich in der Grand-Prix-Klasse etablieren kann. Er ist gut drauf, vorher hatte er halt kein Rennen. Bailamos hätte einen Sieg in dieser Klasse wirklich verdient. Er kommt über solche Distanzen inzwischen bestens zurecht, für die langen Strecke ist er fast etwas ‚heiß’ geworden.“
Harar (Andreas Helfenbein) ist aktuell der prominenteste Sieglose im Lande. Das geplante Saisondebut in Neuss musste kurzfristig storniert werden, ihn plagte ein heftiges Nesselfieber.
Für All Spirit (Eduardo Pedroza) und Expensive Dream (Alexander Pietsch) wird es sicher ein schwerer Gang werden. Interessant wäre in Bestform Senex (Foto), den Adrie de Vries reiten soll. Doch wird sich Trainer Hans Blume sicher genau überlegen, ob er den Sechsjährigen am 1. Mai satteln wird. Denn passend abgetrockneten Boden wird der Pelder-Sohn des Stalles Meerbusch kaum vorfinden.











