Pandim und Raptor – zwei echt b?renstarke Vorstellungen

Es wäre eine Tradition, wenn sich Ostern in Wambel sieglose Dreijährige vorstellen, die richtige Perspektiven besitzen. Auch die große Borgia gewann genau an diesem Tag ihr erstes Rennen. Nun sollte man mit Pandim und Raptor Pferde gesehen haben, die noch einiges bewegen sollten. Zunächst im zweiten Rennen Pandim. Für sein jüngstes Malheur in Frankfurt, als er im ersten Bogen reiterlos wurde, gab es prompte Entschädigung, als der Ullmann-Hengst das erste Dreijährigen-Rennen des Tages souverän gewann.

Es war auch zugleich für Andreas Suborics (Foto) so etwas wie eine Art Wiedergutmachung, denn er hatte vor einer Woche in Niederrad auf Pandim ins Gras gemusst. „Was da los war, ist uns immer noch ein Rätsel. Vermutlich hatte sich der Hengst aus einem Grund erschreckt“, fasste es Pandims Betreuer Waldemar Hickst zusammen. Baron Ullmanns Stalljockey saß nun erstmals wieder im Sattel, nachdem er am Freitag in Bremen wegen Beschwerden im Arm die weiteren Ritte des Tages abgesagt hatte.

Auf dem 17:10-Favoriten tauchte Suborics bereits im letzten Bogen an der Spitze auf, im Einlauf kontrollierte der von Waldemar Hickst aufgebotene Tiger-Hill-Sohn souverän das Geschehen, war auf der 2000 Meter Distanz immer Herr im Haus, zahlte 17:10 auf Sieg. Kupferkrone war die erste Angreiferin, wurde aber glatt abgewiesen und am Ende auch noch deutlich von Normen und Khampa überlaufen. Während Normen gleich an die gute Leistung aus dem Vorjahr anknüpfte, gab Khampa ein sehr versprechendes Debut und sollte nach diesem Eindruck ebenfalls nicht lange sieglos bleiben.

Für Pandim, der aus der Dieses-Tochter Panagia stammt, könnte es nun im Frankfurter Gruppe-Examen weitergehen. Alternativ, und dies scheint wohl aktuell favorisiert, käme erneut ein Wambeler Auftritt auf Listen-Ebene in Frage. Auf jeden Fall hat sich der Tiger-Hill-Sohn für bessere Aufgaben empfohlen.

Die Enttäuschung des Rennens war Daring Racer, doch scheinen die Ostmann-Pferde den ersten Start noch zu benötigen, zum anderen dürfte der im Vorjahr bereits in besseren Rennen profilierte Hengst kaum den passenden Untergrund gefunden haben. So sah es auch sein Betreuer. Der Mülheimer Coach: „Ich bin sicher, dass Daring Racer am Boden gescheitert ist.“

Wie in der ersten Dreijährigen-Prüfung, als Miranda’s Pride reiterlos geworden war und vom Start verwiesen wurde, ereilte Rania of Arrogance in der zweiten Dreijährigen-Prüfung das gleiche Schicksal. Auch Mack Summerland wurde reiterlos, wurde aber schnell wieder eingefangen.

Der Sprint für den Derby-Jahrgang ging an den debutierenden Raptor aus dem Stall von Mario Hofer. Und hier scheint womöglich ein neuer Raffelberger heranzureifen. Denn es machte Eindruck, wie sich der von Andrasch Starke gesteuerte rechte Bruder des Klassefliegers Raffelberger, ebenfalls in den Jenny-Farben unterwegs, in Szene setzte.

Nicht überlegen, aber im Stile eines sehr guten Pferdes. Mitte der Geraden war der heiße Favorit Floreas zur Stelle und auch schon knapp an Raptor vorbei, als dieser erneut anzog und gleich seinen Erstauftritt in einen Erfolg ummünzte. Floreas verlor auch noch Platz zwei an den gut endenden Royal Fong.

„Ich hatte Raptor, von dem ich allerdings immer schon eine Meinung hatte, eigentlich noch nicht auf den Plan. Doch dann legte er eine tolle Arbeit hin und so habe ich ihn hier aufgeboten. Vielleicht werde ich den Hengst im Scherping-Rennen von Iffezheim satteln“, so Mario Hofer über den vom Gestüt Rheinberg gezogenen Auenadler-Sohn, der am Toto 31:10 auf Sieg zahlte und der als junges Pferd freihändig vom Stall Jenny erworben worden war.

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