Die Liste der Vorwürfe war lang: Beschäftigung von illegalen Schwarzarbeitern aus Billiglohnländern, Erschlei-chung von Aufenthalts-genehmigungen, Veruntreuung und Verstoß gegen die Gewerbeordnung – am vergangenen Donnerstag war der Prozeß gegen Trainer Wofgang Figge (Foto) in München.
Der mehrfache bayerische Champion ist noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen, verließ den Gerichtssaal als freier Mann. Die Richterin verhängte allerdings eine außergewöhnlich lange Bewährungszeit von fünf Jahren, zudem muss Figge eine Geldstrafe von 25 000 Euro bezahlen, Seine ehemalige Lebensgefährtin, einst Geschäftsführerin der „Turf GmbH Galopprennen“, bekam ein Jahr auf Bewährung.
Voraus gegangen waren ausführliche Gespräche zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Figge zeigte sich zu Prozessbeginn geständig, was für das Strafmaß mitverantwortlich gewesen sein dürfte. Wegen eines ähnlichen Deliktes hatte er im Juni 2002 schon einmal eine Bewährungsstrafe kassieren müssen.
Aktuell ist Figges Sohn Michael Geschäftsführer des Trainingsbetriebes. Wolfgang Figge ist in diesem Betrieb als angestellter Galopptrainer tätig.












