Jetzt scheint er doch einiges nachzuholen: Der Fährhofer Cortinas, eine einstige Derby-Hoffnung, präsentierte sich beim Saisondebut als Wallach wie ausgewechselt. In lockerer Manier zog er beim Saisondebut 2006 in Krefeld vor das Feld. Die Entscheidung, nicht in einem Hürdenrennen anzutreten und es doch noch auf der Flachen zu versuchen, zahlte sich aus. Drei Längen legte der Wöhler-Schützling zwischen sich und die Konkurrenz.
Am Sonntag könnte er für den dritten Ausgleich II-Sieg seines Trainers (er gewann auch am vergangenen Sonntag in Köln mit Kaballero) in der noch jungen Grasbahnsaison sorgen.
Ausgesucht hat Wöhler für den Vierjährigen den Preis der Stadt Frankfurt, das wichtigste Rennen bei der verspäteten Premiere 2006 in Niederrad. Nachdem der 19. März wegen des unerbittlichen Winters hatte abgesagt werden müssen, verschob man die Veranstaltung kurzerhand auf diesen Sonntag.
Die Ställe haben gut mitgezogen. Es gab nie irgendwelche Probleme bei den Starterzahlen. Auch nicht im Hauptereignis, wo acht Kandidaten in die Boxen dieses 8100 Euro-Handicaps über 2000 Meter einrücken werden. Cortinas, der Stalljockey Eduardo Pedroza im Sattel haben wird, stellen sich zahlreiche interessante Pferde in den Weg.
Zweimal sind die Vertreter des Derby-Jahrgangs innerhalb der Neun-Rennen-Karte mit von der Partie. Zahlreiche Spitzenjockeys geben sich in Frankfurt die Ehre. Dem Umsatz kann das nur förderlich sein. Ein Besuch zur Premiere ist da fast schon Pflicht.
Bei der einzigen Veranstaltung des Jahres in Herxheim treten siebenmal die Galopper und zweimal die Traber in Aktion. In einem Altersgewichtsrennen treffen so gute Pferde wie Longridge und Siberion aufeinander.











