Ein pralles 16-er-Feld rückt am Samstag im Dubai Duty Free (Gruppe I, 5 Millionen Dollar, 1777 m, Gras, 20.30 Uhr Ortszeit, 17.30 MEZ) in die Boxen ein. Ohne Zweifel ist die Besetzung mit Kandidaten aus acht Ländern und elf individuellen internationalen Gruppe I-Siegern grandios.
Vor zwei Jahren sorgte hier Paolini mit seiner Finishschlacht, die in einem Sieg in totem Rennen mit dem Südafrikaner Right Approach endete, für einen Riesen-Triumph der deutschen Zucht.
Auch diesmal könnte ein Lando-Sohn ganz vorne landen, denn der aus Frankreich von Henri-Alex Pantall ins Rennen geschickte Globetrotter Touch of Land überzeugte beim Racing Carnival mit seinem gefürchteten Speed bei einem lockeren Gruppe II-Erfolg. Weitere europäische Hoffnung ist Brian Meehans Champion Stakes-Sieger David Junior.
Ein Kandidat für die Entscheidung dürfte auch der Japaner Hattrick sein, der in der Hong Kong Mile das gesamte Feld überrollte und der begleitet wird von dem Yasuda Kinen-und Keio Hai Spring Cup (Gr.I)-Sieger Asakusa Den´en. Hong Kong vertraut auf Stewards Cup-Sieger Russian Pearl und Bullish Luck, der gerade im Hong Kong Gold Cup (Gr.I) guter Zweiter wurde.
Dreiköpfig ist das US-Aufgebot mit dem in Chile gezogenen zweifachen Grade 1-Sieger Host von Trainer Todd Pletcher, Doug O´Neills Whilly, der vor einem Jahr hier nur Elvstroem vor sich dulden musste, und The Tin Man, den Richard Mandella sattelt, der hier 2004 den Dubai World Cup mit Pleasantly Perfect nach Amerika entführte.
Zahlenmäßig genauso stark ist das südafrikanische Team. Linngari und Tyson zeichneten sich als Doppelsieger beim Racing Carnival aus. Vielleicht ist aber auch der wie Tyson von Mike de Kock trainierte Irridescence weit vorne, denn in einem Listenrennen in Nad Al Sheba besaß er keinerlei Probleme.
Ein Jahr nach dem Sieg von Elvstroem ist Australien mit zwei Kandidaten vertreten – dem Futurity Stakes- und Cox Plate-Sieger Fields Of Omagh, der so gut wie eh und je scheint, und dem ebenfalls zweifachen Gruppe I-Sieger Perfect Promise.
Die heimischen Hoffnungen ruhen ausschließlich auf Seihali, frischer Handicap-Sieger gegen den ehemaligen Mehl-Mülhens-Rennen-Sieger Brunel und den Ex-Park Wiedinger Near Dock.
Mit Pferden aus sieben Ländern und fünf verschiedenen internationalen Gruppe I-Siegern verspricht auch das Dubai Sheema Classic (Gruppe I, 5 Millionen Dollar, 2400 m, 1950 Uhr Ortszeit, 16.50 MEZ) ein Klasserennen zu werden. Europa stellt sechs der 14 Starter. Die Hoffnungen ruhen in erster Linie auf zwei Ausnahmestuten: Ed Dunlop hängt mit der früheren Breeders´ Cup Siegerin Ouija Board (Foto) ein weiteres Jahr dran, wie er schon unmittelbar nach ihrem beeindruckenden Erfolg in der Hong Kong Vase angedeutet hat.
Alexander Goldrun, 2004 u.a. im Hong Kong Cup erfolgreich und zwölf Monate später in der Ex-Kronkolonie durch einen schlechten Rennverlauf gehandicapt, will für den irischen Coach Jim Bolger wieder an ihre Bestform anknüpfen.
Der von John Oxx für den Aga Khan trainierte Alayan konnte sich mit den Bedingungen in Dubai schon vertraut machen, kommt aber mit dem zweiten Platz in einem Gruppe III-Rennen vor Ort zu dem De Kock-Schützling Oracle West, der sich stetig gesteigert hat und wieder mit sehr guten Chancen von der Partie ist, noch nicht ganz hin. Gerling-Preis-Gewinner und Irish Leger-Sieger Collier Hill (Dritter in 2005) muss ebenfalls mehr bieten als bei Platz sechs zu Oracle West und Alayan auf diesem Kurs.
Mike de Kock hat neben dem starken Oracle West auch Falstaff (zuletzt nach starkem Schlussakkord Dritter zu seinem Trainingsgefährten) und Greys Inn im Rennen, der im Vorjahr im Duty Free Vierter wurde. David Elsworth probiert es mit Norse Dancer, der aus der Zucht des Gestüts Karlshof stammt, trotz der Schlappe in der Hong Kong Vase erneut auf der für ihn schon recht weiten 2400 Meter-Strecke antritt.
Fünf Jahre liegt der letzte japanische Erfolg in dieser Prüfung mit Stay Gold zurück, doch könnte nun Heart´s Cry den Weg in die Siegerliste finden, der im Arima Kinen (Gr.1) keinen Geringeren als den Stargalopper und Seriensieger Deep Impact bezwang.
Nicht ungefährlich sind auch der Brasilianer Punch Punch, der im einem Handicap u.a. vor Encinas blieb, sowie der bei Christophe Clement in den USA stationierte Relaxed Gesture, der im Canadian International (Gr. I) erfolgreich war. Mustanfar, zuletzt Vierter in einem Grade I-Rennen in Gulfstream Peark und der Lokalmatador Layman vervollständigen das Aufgebot.
Das Dubai Golden Shaheen für die Sprinter (hier ist kein Europäer dabei), das USE Derby und die Godolphin Mile komplettieren die Super-Karte in Nad Al Sheba. Die komplette Vorschau lesen Sie in der Samstagsausgabe der Sport-Welt.










