An diesem Sonntag geht der ultimative Höhepunkt der kalten Jahreszeit in Neuss über die Bühne. Der Stall Ampuria – 9. Neusser Sandbahn Grand Prix ist als mit 30.000 Euro ausgestattetes Listenrennen über 1900 Meter nicht nur das mit Abstand beste Rennen des Winters, es handelt sich zudem um den zweiten Lauf der Europäischen Sandbahnserie, in der wertvolle Prüfungen der verschiedensten Länder unseres Kontinents zusammengefasst sind.
Der erste Lauf wurde Mitte Februar in Cagnes-sur-mer ausgetragen. Der Franzose Howard Le Canard, in Training bei Francois Rohaut, behauptete sich mit viel Kampfgeist, blieb beim zweiten Start in 2006 weiterhin ungeschlagen. Nun will das Sandbahn-Ass in Neuss zum zweiten großen Schlag ausholen und den Vorsprung in der Dirt-Serie ausbauen. Unter seinem damaligen Siegreiter Francois-Xavier Bertras dürfte der Fünfjährige am Hessentor die Favoritenrolle übernehmen.
Nur etwas mehr als eine Länge trennte Howard Le Canard am Ende von seinem Landsmann Tigron aus dem Stall von Corine Barne, der sich unter Dominique Boeuf erneut zum Duell stellt. Dritter Gast ist der „alte Schwede“ Zico, ein siebenjähriger Wallach, den Lennart Reuterskiöld unter Manual Santos ins Rennen schickt. Er bringt ebenfalls aktuelle Form aus seiner Heimat mit.
Doch verstecken muss sich das heimische Aufgebot keinesfalls. Auch wenn Limit Up (Adrie de Vries) und Classic-Sieger Gandolfino (nun mit Andreas Boschert) in Cagnes als Sechster bzw. Zwölfter deutlich hinter den beiden Franzosen landeten. Werner Baltromei bietet neben Gandolfino noch Paarl, einen anderen „Cagnes-Rückkehrer“, mit Andreas Suborics auf.
Grantley – Armand (Foto) – Blueberry Forest – das war die Dreierwette in einem Neusser Altersgewichtsrennen Ende Januar. Da Grantley nun noch günstiger in der Partie steht und zuletzt mit sage und schreibe acht Längen gewiss nicht schlechte Gegner mit acht Längen abfertigte, könnte der Vorjahreszweite erneut der Stärkste dieses Trios sein. Norman Richter versteht sich mit dem speedgewaltigen Neunjährigen blendend. Vor zwölf Monaten hatte man ihn hier schon fast als Sieger angesehen, ehe das Zielfoto doch für den Franzosen Billy Allen sprach.
Aber auch Blueberry Forest (Andreas Göritz), der Vorjahresdritte, blüht in dieser Prüfung regelmäßig auf. Und Armand (William Mongil) gab im Großen Preis von St. Moritz als Dritter erneut eine gute Figur ab, wenn es auch nicht zur Titelverteidigung reichte.
Ein Aufsteiger der vergangenen Wochen ist Fahlawi (Andreas Helfenbein), der bei seinen Handicap-Treffern viel Eindruck machte, nun jedoch einen großen Sprung bewältigen muss.
Sehr hoch dürften die Trauben für Stateroom (Jozef Bojko) hängen, selbst wenn er schon drei Sandbahn-Siege auf seinem Konto stehen hat.
Natürlich ist der Grand Prix eingebettet in ein ansprechendes Rahmenprogramm. Nach der Absage am Samstag in Dortmund wurden mehrere Rennen „umgelegt“, so dass man eine Mammutkarte von elf Rennen anbieten kann. Zweimal lockt die Viererwette an die Schalter, im zehnten Rennen gibt es einen Jackpot in Höhe von 5.000 Euro.











