Kamele statt ‚Kamelle‘, das war die Losung am Sonntag auf der Galopprennbahn in Dortmund. Die Idee, Trampeltiere aus Kasachstan über das Geläuf (sie rannten zweimal über 350 Meter der Grasbahn) laufen zu lassen, war ein genialer Schachzug. Massenweise pilgerten die Zuschauer nach Wambel.
Wo sich sonst der Publikumszuspruch in Grenzen hält, sah man nun soviele Leute wie fast nie in den vergangenen Jahren. Überall bildeten sich lange Schlangen.
Alle wollten sie die Kamele sehen, deren bestes Sultan heißt, das den Endlauf für sich entschied. Vor allem Kinder hatten Spaß an der Gaudi. Und es bleibt festzustellen, dass es gar nicht einmal so schwer ist, Zuschauer auf die Rennbahn zu locken, man muss nur etwas Ungewöhnliches bieten und die Veranstaltung auflockern. Hoffentlich lassen sich auch andere Bahnen dazu inspirieren, neue Wege zu gehen!
Natürlich kamen auch die Pferde nicht zu kurz. Andreas Suborics, der noch am Freitag in Dubai zum Einsazu gekommen war, setzte sich erwartungsgemäß mit Ertürk Kurdus Schützling Red Snooker (28:10) im Ausgleich IV Start-Ziel durch, legte im letzten Rennen mit Christian von der Reckes To All (75:10) noch nach.
Kollege William Mongil führte Jörg Zahns Tilsiter (39:10) ebenfalls zu einem lockeren Erfolg in der Maidenklasse, während Stall Steintors Cortado (160:10) unter Andre Jahn seinem Anhang im Handicap viel Geld brachte.
In den neun Prüfungen flossen rund 230.000 Euro in die Kassen.










